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Aus der Region

Mehr als ein Markttreiben

Im Hof des Klosters St. Marienthal feierten Händler und Besucher zum fünften Mal das Frühlingsfest

Eva Mutscher aus Zodel zeigt den Besuchern des Frühlingsfestes, wie man ein Stuhlgeflecht herstellt. Fotos: Andreas Schuppert Ostritz - Volksfeststimmung herrschte am vergangenen Wochenende auf dem Hof des Klosters St. Marienthal bei Ostritz. Wenn beim Frühlingsfest Händler und Handwerker ihre Waren anbieten, ist eine ganze Region auf den Beinen.

Gleich am Klostertor duftet es nach frischer Räucherware, daneben bieten junge Frauen selbstgemachte Nudeln und andere Teigwaren an. Überall sind Pflanzen und Blumen in den schönsten Farben zu sehen. Im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal ist der Frühling eingekehrt und viele Menschen haben sich aufgemacht, um beim fünften Frühlingsfest am traditionsreichsten Ort der Oberlausitz zu Gast zu sein.

Bei Handwerkern und Händlern sehr beliebt

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Besucherverkehr", sagt Torsten Fechner, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Klosters, der das Fest organisiert hat. 50 Handwerker, Händler und kleine Gewerbetreibende haben im Klosterhof ihre Stände aufgebaut und bieten ihre Produkte an. "Inzwischen haben wir mehr Anfragen von Gewerbetreibenden, als wir aufnehmen können", freut sich Fechner über den regen Zuspruch. "Die meisten von ihnen kommen aus der Region, wie auch die Besucher." Denn besonders viele Familien nutzen inzwischen den gut ausgebauten Oder-Neiße-Rad- Wanderweg, der direkt am Kloster vorbeiführt.

Für Torsten Fechner sind die auf dem Klosterhof stattfindenden Märkte wie das Frühlingsfest, das Winzerfest oder der Adventsmarkt eine Erfolgsgeschichte. Angefangen hat alles vor neun Jahren, als sich eine Handvoll Händler zum ersten Kräuterfest – noch vor den Toren des Klosterhofes – versammelte. "Diese kleinen Märkte waren zwar auch gut besucht, aber es wurde bald klar, dass wir etwas Größeres brauchten, um uns dauerhaft bekannt zu machen", beschreibt Öffentlichkeitsarbeiter Fechner sein damaliges Vorhaben. Ein wenig Überzeugungsarbeit habe er schon leisten müssen, denn irgendwie werde ja auch die klösterliche Ruhe gestört. Aber das große Interesse der Menschen hat Fechner recht gegeben.

Zufrieden zeigen sich auch die Handwerker und Händler, die nach Marienthal gekommen sind. Am Stand von Tischlermeister Eberhard Grützner aus Guttau kann man allerlei Nützliches aus Holz bewundern. Grützner gehört gewissermaßen zu den "alten Hasen" des Frühlingsfestes, denn er ist von Anfang an dabei. "Wir sind immer wieder beeindruckt von der Atmosphäre die hier herrscht", sagt Grützner. Am liebsten komme er jedoch zum Adventsmarkt, bei dem ihm vor allem die weihnachtliche Stimmung in der Nähe des Klosters gefalle. "In diesem Jahr sind wir natürlich wieder dabei."

Kirche und Kloster sind in der Öffentlichkeit präsent

Eva Mutscher aus Zodel ist gerade dabei, ein Stuhlgeflecht herzustellen. Die Firma ihres Mannes arbeitet alte Möbel auf. "Leider können wir nur ein Tag hier sein", sagt Frau Mutscher, die zum ersten Mal auf dem Frühlingsfest ist. Beim nächsten Mal will das Handwerkerehepaar aber vielleicht an beiden Tagen kommen.

Für Torsten Fechner ist das Frühlingsfest rund um den Klosterhof mehr als ein Markttreiben, sondern die ideale Gelegenheit, das Kloster in der Öffentlichkeit zu präsentieren. "Die Leute besuchen auch die Kirche, sehen sich auf dem Gelände um und beobachten genau, wie sich das Kloster verändert. Soviel Publikum haben wir sonst kaum auf einmal. " Schon jetzt weist Fechner auf das Winzerfest, das Kräuterfest und natürlich den Adventsmarkt hin. Dann steht der Klosterhof wieder für Händler und Besucher offen.



Hinweis

Informationen zum Kloster St. Marienthal wie Kirche, Bibelgarten, Klostermarkt, Übernachtung, Internationales Begegnungszentrum gibt es beim Gäste-Empfang unter:

Tel. (03 58 23) - 7 72 38 oder (03 58 23) - 7 72 39
Fax: (03 58 23) - 7 72 37
E-Mail: information-marienthal@t-online.de oder kloster-marienthal@t-online.de
Internet: www.kloster-marienthal.de

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 20 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 18.05.2006

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