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Bistum Erfurt

Gottes Wort bringt in Bewegung

Weltjugendtag in Heiligenstadt

Prozession durch Heiligenstadt. Foto: Beate Kuhn Erfurt - Zwischen den großen Weltjugendtagen sind die Jugendlichen der Welt eingeladen, sich auf diözesaner Ebene zu treffen. Der nunmehr 21. Weltjugendtag traf sich am 8. und 9. April in Heiligenstadt.

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum, ich fass es kaum, wie Du mich liebst": Der kraftvolle Gesang des Eichsfeldjugendchores unter der Leitung von Pfarrer Bernhard Streicher erfüllte die Propsteikirche St. Marien in Heiligenstadt. Hier begann am Abend des 8. April der regionale Weltjugendtag mit einer Vigilfeier, an der zirka 200 Teilnehmer aus Thüringen teilnahmen.

Papst Benedikt hatte den so genannten kleinen Weltjugendtag unter das Motto "Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade!" (PS 119, 15) gestellt. Jugendpfarrer Marcellus Klaus aus Heiligenstadt betonte, dass dieses Wort wie ein Gast ist, ein Gast "der zu uns aus einer anderen Zeit gekommen ist". Der Psalm 119 ist der längste Psalm der Heiligen Schrift. Sein Inhalt ist das Lob Gottes, seine Sprache voller Bilder. Das mache es zwar nicht leicht für heutige Ohren, aber es lohnt sich, auf die Stimme des Beters zu achten, betonte Marcellus Klaus.

Weihbischof Reinhard Hauke aus Erfurt berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen mit der Heiligen Schrift. Seine erste Bibel erhielt Hauke zur Erstkommunion. Die Studienzeit schließlich eröffnete ihm eine ganz neue Art des Umgangs mit der Schrift, die das Wort lebendig erschloss. Bis heute ist es dem Weihbischof wichtig, die Bibel mit anderen zu teilen. Er sagte: "Ich nutze gern die Gelegenheit, in einem ökumenischen Bibelkreis zu sitzen. Und heute, in meinem neuen Dienst ist das Bibellesen noch wichtiger geworden." Die Heilige Schrift ist Grundlage seiner Vorträge, Rundfunkandachten, Predigten… Reinhard Hauke machte zudem aus eigenen Erfahrungen Mut, in der Bibel nach Stellen zu suchen, die wegweisend sein können. Reinhard Hauke betonte: "Das Wort Gottes soll uns in Bewegung setzen."

An die Predigt schlossen sich die Fürbitten der Mädchen und Jungen an. Gemeinsam brachten sie ihre Welt, ihre Sorgen, Probleme aber auch ihre Fröhlichkeit und ihre Hoffnung vor Gott. Der Tag endete im Marcel-Callo-Haus mit einer Begegnungsstunde. Zugleich bestand die Gelegenheit zur Anbetung und zum Empfang des Bußsakramentes. Vom Marcel- Callo-Haus zogen die jungen Leute am Palmsonntag zur Ägidienkirche, wo sie zusammen mit der Gemeinde den Sonntagsgottesdienst feierten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 16 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 21.04.2006

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