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Bistum Magdeburg

Zuversichtlich auf dem Weg

Burg: Katholiken aus Burg, Gommern und Loburg begingen die Errichtung ihres Gemeindeverbundes

Stellvertretend für die katholischen Christen des neuen Pfarrverbundes Burg-Gommern-Loburg: Gemeindeverbundsleiter Pfarrer Hartmann, Kooperator Pfarrer Wehhofen, die Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Heide Wetzel, Jörg Sonnemann, ganz rechts: Martina Kerl. Foto: Eckhard Pohl Magdeburg - Mit Eucharistiefeier und kleinen Empfang haben die katholischen Christen in der Region Burg-Gommern- Loburg die Errichtung ihres Gemeindeverbundes begangen. Weil es sich dabei um den ersten Verbund im Bistum handelt, war auch Bischof Gerhard Feige gekommen.

Der Bischof erinnerte daran, dass es darauf ankommt, als Christen von der Lebensart Jesu durchdrungen zu sein. Viele Aktivitäten reichen nicht, so der Bischof. Glaubhafte Christen "rechnen damit, dass der Herr wirklich da ist". Sie gehen wie Christus geschwisterlich miteinander um. Sie wenden sich in Not an Ihn, aber auch "wenn das Leben leicht und voller Hoffnung" ist. "Es braucht Zeit und Bereitschaft, sich auf Christus immer mehr einzulassen", so der Bischof. Miteinander gelte es darüber zu sprechen: "Was stärkt unseren Glauben und wo haben wir Zweifel? Was haben andere Menschen von unserem Glauben?" Taufbewerber hätten ihm erfreut erzählt, als Neue in ihrer Gemeinde gute Begleiter und Gesprächspartner gefunden zu haben.

Zur Gabenbereitung brachten Vertreter der Gemeinden Puzzle- Teile mit Fotos ihrer Gemeinden zum Altar und fügten sie zu einem Bild zusammen. Rund 1750 Katholiken zählt der neue Verbund.

Nach dem Gottesdienst überreichte der Gemeindeverbundsleiter Pfarrer Dietrich Hartmann Vertretern des neuen Gemeindeverbundsrates und den Kirchenvorständen einige Flaschen Wein als Mittel, noch besser zu einander zu finden.

Dem neuen Gemeindeverbundsrat gehören die Vorsitzenden und Stellvertreter der Pfarrgemeinderäte und der Gemeindeverbundsleiter an. Vorsitzende ist zunächst Heide Wetzel aus Burg. Im Rotationsprinzip folgen die beiden anderen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. "Wir werden uns von Liebgewordenem trennen müssen, aber auch positive Erfahrungen machen", sagt Frau- Wetzel und erinnert daran, dass man mit dem Verbund wieder zu einer Situation zurückkehrt, wie sie vor Jahrzehnten schon einmal bestand. Auch Jörg Sonnemann (Gommern) und Martina Kerl (Loburg) geben sich zuversichtlich: "Für die Kinder und Jugendlichen ist der Verbund eine echte Chance, in größeren Gruppen aufzuwachsen, wobei da manches auch schon läuft. Wir hoffen, dass es gelingt, auch die Senioren öfter mal in großer Runde zusammenzuholen. 30 bis 35 Kilometer zwischen den drei Gemeinden seien allerdings eine ziemliche Entfernung...

"Um zu einem Mentalitätswandel zu kommen, brauchen wir mehr spirituelle Tiefe und Offenheit für unsere Zeit", sagt Gemeindeverbundsleiter Hartmann. "Es gilt, die Fragen der Menschen aufzunehmen und zu schauen, welche Antworten das Evangelium bereithält." Es lohne sich, in dieser Hinsicht das Wort der Bischöfe "Allen Völkern Sein Heil" (www.dbk.de) zu lesen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 13 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 30.03.2006

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