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Bistum Erfurt

Ort lebendigen Glaubens

Benediktinischer Tag in Göllingen

Ein Tag der Begegnung: Abt Fidelis Ruppert aus Münsterschwarzach und Günther F. Chmielus, der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Klosterruine St. Wigbert Göllingen. Bad Frankenhausen - Abt Fidelis Ruppert aus Münsterschwarzach und der Prior der Bruderschaft Werningshausen, Franz Schwarz, besuchten am vergangenen Sonntag mit einigen ihrer Mitbrüder das ehemalige Benediktinerkloster Göllingen. Es war ein Tag der Hoffnung und des Kennenlernens:

Günther F. Chmielus aus Bad Frankenhausen hat einen Traum: Die Rückkehr klösterlichen Lebens an den historischen Ort des Klosters St. Wigbert in Göllingen. Ein Traum, der für einen Nachmittag schon einmal Realität wurde. "Erstmals seit Jahrhunderten sind hier ein Abt und ein Prior gemeinsam mit Brüdern und der Gemeinde zum Gotteslob beisammen", freute sich Günther F. Chmielus, der der Gesellschaft der Freunde der Klosterruine St. Wigbert Göllingen vorsteht. Die Benediktiner aus der Abtei Münsterschwarzach und der ökumenischen Bruderschaft Werningshausen kamen einer Einladung nach, die von der Gesellschaft der Klosterfreunde für das Jubiläumsjahr ausgesprochen wurde. Damit verbunden ist der Wunsch, gemeinsam zu überlegen, wie es am und im alten Klosterturm samt seiner romanischen Krypta weitergehen kann. Und auch wenn ein eigener Konvent derzeit nicht in Sicht ist, so ist es vielleicht schon im nächsten Jahr möglich, dass zwei oder drei Benediktiner Göllingen für den Sommer im Rahmen eines "Sommerklosters" zeitlich neu besiedeln, wie Günther F. Chmielus nach dem Begegnungstag berichten konnte.

Das alte Kloster St. Wigbert hat inzwischen breites Interesse in den katholischen Pfarrgemeinden des Umlandes gefunden. So besonders in Sondershausen, Creußen, Ebeleben und Bad Frankenhausen selbst. "Die katholischen Christen haben Göllingen angenommen", freut sich Günther F. Chmielus. "Das alte Kloster wurde für sie zu einem Identifikationspunkt. Einem Ort, an dem sie stolz auf ihren Glauben und ihre eigene Geschichte sein können." Dazu kommt, dass sie in Gunther von Käfernburg-Schwarzburg einen Heiligen ihrer Region haben. Der heilige Gunther gründete das Kloster Göllingen vor 1000 Jahren mit und lebte später als Einsiedler im bayrisch-böhmischen Grenzgebiet, wo er noch heute sehr verehrt wird.

Der Turm und die Krypta, sowie die erhaltene Apsis von Kloster Göllingen gehören heute zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die seit 1995 umfangreiche Sicherungs- sowie Sanierungsmaßnamen durchführte und eng mit der Gesellschaft der Freunde der Klosterruine zusammenarbeitet.

Höhepunkte des Benediktinischen Tages waren eine Vortragsund Podiumsveranstaltung in der evangelischen St. Michaelskirche sowie eine gesungene Vesper in der romanischen Krypta mit anschließendem Segen. Günther F. Chmielus vertraut darauf und bittet zugleich um das begleitende Gebet für neues christliches, klösterliches Leben in St. Wigbert.



Informationen
Kontakt:
Günther F. Chmielus
Rudolf-Breitscheid-Straße 2
06567 Bad Frankenhausen
Internet: kloster-goellingen.de
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 13 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 30.03.2006

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