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Bistum Görlitz

Sich von Gottes Geist anfragen lassen

Görlitzer Jugendliche bereiteten sich gemeinsam auf das Sakrament der Firmung vor

Firmbewerber notieren, wofür sie sich begeistern. Foto: Christopher Mrosk

Görlitz (mak) - 48 Firmbewerber aus den Görlitzer Gemeinden trafen sich am 18. März zu einem gemeinsamen Tag in der Pfarrei St. Hedwig, um über das Wirken des Heiligen Geistes nachzudenken. In einer Diskussionsrunde berichteten Altbischof Bernhard Huhn und drei Ordensschwestern des St.-Carolus-Krankenhauses Görlitz, wie das Wirken des Heiligen Geistes in ihrem Leben spürbar wurde und erzählten, wie er sie ihre Berufung finden ließ. "Es war keine plötzliche Eingebung oder ein wunderbares Erlebnis, das mich bewog Priester zu werden, sondern ein allmählicher Ruf", erinnert sich Altbischof Huhn. Er habe sich den Beruf von den Priestern seiner Heimatgemeinde "abgeguckt", von Menschen, die denselben Ruf vernommen hatten. Die Orientierung an Vorbildern sei für ihn auf der Suche nach seiner Berufung wichtig gewesen.

Schwester Aloysia legte den Mädchen und Jungen ans Herz, sich auf den Heiligen Geist einzulassen. "Verehrt den Heiligen Geist, betet zu ihm und bittet vor den Entscheidungen eures Lebens Gott um seine Meinung." Das Beten sei gegenüber Gott eine einladende Grundhaltung, zeigte sich auch Pfarrer Wolfgang Kresák überzeugt, der den Jugendlichen ein Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes vorstellte. In einer Welt, in der immer mehr Ungeist herrsche, hielt er sie an, zunächst bei sich selbst Platz für Gott zu schaffen. "Der Geist Gottes wird euch Entscheidungshilfe sein. Er hilft euch eure Bestimmung zu erkennen", ermutigte Kresák.

Außer der Erkenntnis schenkt der Heilige Geist sechs weitere Gaben. Diese einmal kreativ darstellen wollen die Firmbewerber demnächst bei der Gestaltung eines Holzbretts. Da Gottes Geist zuerst bei den Menschen zu finden sei, machten sich die Jugendlichen nach dem Mittagessen auf den Weg, um mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen und mit ihnen Fürbitten für den anschließenden Abschlussgottesdienst zu formulieren.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 12 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 23.03.2006

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