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Bistum Erfurt

Medien als Brücken der Begegnung

In Erfurt ging erstes internationales Multimedia-Camp zu Ende

Teilnehmer am Multimedia-Camp mit den Leitern Markus Könen (unten li.) und Norman Kühn (unten re.) Erfurt (as) - Unter dem Motto "East meets West" veranstalteten die offene katholische Kinder- und Jugendarbeit Rudolstadt (Centro) und das Jugendamt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt das erste internationale Multimedia-Camp in St. Usula in Erfurt. 22 junge Leute aus Litauen, der Slowakei und Deutschland produzierten in Gruppen Radiobeiträge und einen Videofilm, versuchten sich am Trickfilm und an neuen Medien wie dem Internet. Schirmherr der Veranstaltung war der thüringische Kultusminister Thomas Krapp. Unterstützt wurde das Projekt vom MDR, dem Kinderkanal und dem Landesfilmdienst. "Es war die erste Veranstaltung dieser Art", sagte Norman Kühn, Mitarbeiter im Jugendamt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt und einer der Leiter des Camps. "Medien sind Brücken, die Menschen ins Gespräch bringen, Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen und aus verschiedenen Kulturen kommen", sagt er. Der Schwerpunkt des Camps sei die Begegnung zwischen diesen Kulturen gewesen. Europa wachse zusammen, so Kühn. "Und diese jungen Leute sind diejenigen, die das neue Europa bauen werden."
Als "sehr gelungen" bezeichnete Markus Könen, Jugendereferent vom Centro, das Multimedia-Camp. Die Jugendlichen hätten während der Woche konzentriert gearbeitet und auch entsprechende Ergebnisse vorgelegt. "Wir hatten zunächst auch eine Gruppe aus den alten Bundesländern erwartet. Aber das ist leider nicht zustande gekommen", erklärt Könen.
Die Jugendlichen selbst waren begeistert. Judith aus Bratislava hat nicht nur die Stadt Erfurt gefallen. "Ich habe hier viele neue Freunde gefunden und jede Menge gelernt. Es war zwar manchmal ein bisschen anstrengend, aber es hat sich gelohnt." Die Kunststudentin möchte auch für einige Zeit in Deutschland studieren, um das Land noch besser kennen zu lernen.
Auf den Lerneffekt kommt es auch für Vita aus Litauen an. Die Soziologiestudentin, die sich in der litauischen katholischen Jugendorganisation "Ateitis" (Zukunft) engagiert, hat das erste Mal "etwas mit Medien gemacht". Sie könnte sich vorstellen, auch später mal in diesem Bereich zu arbeiten. "Deswegen war das Camp sehr wichtig für mich". Das Multimedia-Camp soll im nächsten Jahr eine Neuauflage finden, bestätigt Markus Könen. Der Jugendreferent bedankte sich ausdrücklich bei der Hausleitung von St. Ursula, die den jungen Leuten "optimale Bedingungen" geschaffen und auch sonst viel Verständnis für die Arbeit der jungen Menschen gezeigt hat.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 31 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 02.08.2001

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