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Bistum Magdeburg

Lebenslange Treue keine Utopie

Neujahrsempfang in Magdebrug mit Ehe-Jubilaren

Jedes der anwesenden Jubelpaare wurde von Bischof Gerhard Feige oder Emeritus Bischof Leo Nowak während der Eucharistiefeier beim Neujahrsempfang persönlich gesegnet. Foto: Eckhard Pohl Magdeburg - Am diesjährigen Neujahrsempfang des Bistums haben mehr als 60 Paare teilgenommen, die 2005 goldene oder gar diamantene Hochzeit gefeiert haben. Bischof Gerhard Feige hatte sie nach Magdeburg eingeladen, um ihnen seine und die Wertschätzung der Kirche deutlichmachen.

Jedes der Paare wurde während einer Eucharistiefeier in der Kathedralkirche St. Sebastian von Bischof Gerhard Feige oder vom emeritierten Bischof Leo Nowak persönlich gesegnet. Während des Gottesdienstes im Rahmen des Empfangs am 14. Januar dankte der Bischof den Ehepaaren für ihr lebendiges Zeichen, mit dem sie deutlich machten, dass "lebenslange Treue keine Utopie ist". Zwar könne man im Alltag schnell erfahren, dass die eigene Kraft nicht reicht, so der Bischof. Wer Treue aber als Gottesgeschenk verstehe, werde fähig, seinen Partner auch zu lieben und zu ertragen, "wenn sich überall die Spuren der Vergänglichkeit zeigen". Feige: "Sie haben erfahren, dass zu wahrhafter Liebe gehört, sich vergeben zu können. Sie haben – sicher oft auch unter Schmerzen – gelernt, barmherzig, gütig und geduldig miteinander zu werden."

Der Bischof dankte den Jubelpaaren besonders auch dafür, dass sie "unter heute kaum noch vorstellbaren Schwierigkeiten Kindern das Leben geschenkt und sie großgezogen haben" und ihren Kindern und Enkeln "ein bergendes Zuhause schenken". Der Bischof stellte die Ansicht in Frage, dass Kinder die Lebensqualität beeinträchtigen. Wer bewusst auf Kinder verzichtet, "ist der nicht arm dran?" fragte Feige. Bei aller Mühe und Sorge seien Kinder für ihre Eltern doch "ein Segen und Glück". Dies gelte auch für die Gesellschaft insgesamt.

"Darum ist es auch richtig, wenn der Staat die Familien angemessen unterstützt", so der Bischof weiter. Zwar seien Familien nicht unbedingt heile Welten, aber doch "Orte, an denen man so gut wie nirgendwo sonst lernen kann, menschlich miteinander umzugehen".

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Jubelpaare gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen Gremien des Bistums zur gemeinsamen Mahlzeit und Begegnung in die Räume der Propstei eingeladen.



Informationen
Gesamte Predigt unter www.bistum-magdeburg.de
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 3 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 19.01.2006

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