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Bistum Erfurt

Wege und Türen öffnen sich

Kontaktstelle Orientierung in Jena

Schwester Christine Zeis gehört zur Gruppe der Missionarinnen Christi, die in Jena für die Menschen da sind. Foto: Holger Jakobi Mitten im historischen Jena liegt zwischen Kneipen, Trendshops und Cafés die Kontaktstelle Orientierung, ein Angebot der katholischen Kirche. Verantwortlich für die Angebote und die inhaltliche Gestaltungen sind die Missionarinnen Christi.

Schwester Christine Zeis von den Missionarinnen Christi legt gerne den Weg von Jena-Lobeda ins Stadtzentrum Jenas zurück. Hier, am Ende der Wagnergasse und mitten in der Jenaer Szene, bietet sie etwas an, das man nicht kaufen kann: Beratung und Orientierung. Allerdings, so Schwester Christine, ist und bleibt es für viele nicht leicht, ein solches Angebot der katholischen Kirche zu akzeptieren und anzunehmen. Bedenken übrigens, die bei denen, die den Schritt über die Schwelle des Ladens gewagt haben, schnell verflogen sind. So kam beispielsweise zur offenen Sprechzeit, die immer am Donnerstag angeboten wird, eine junge Frau in den Laden hereinspaziert. Aus einer zunächst zwanglosen Begegnung wurde ein intensives, zirka einstündiges Gespräch in Richtung Lebensberatung. Und da ist die Studentin, der es nach ihrem Abschluss nicht gut geht und die nicht weiß, warum. Oder die alleinerziehende Mutter, die immer wieder den Kontakt zu Schwester Christine sucht.

"Wegbegleitung" nennt Schwester Christine ihre Arbeit. Das gemeinsame Gehen auf einem Stück Weg. "Oft kommt es darauf an, einmal zu schauen, wo sich ein Weg, eine Tür öffnet oder wann der richtige Zeitpunkt ist. Die Betroffenen alleine finden diese Lösungen meist nur schwer. Ihre Gedanken laufen wie im Kreis, da tut es gut, wenn sie sich einem anderen Gesprächspartner öffenen können", betont die katholische Ordensfrau. Ihr war es deshalb von Anfang an auch wichtig, eine einladende Atmosphäre in den Räumen der Orientierung zu schaffen. So gibt es neben einem sehr öffentlichen Bereich auch eine Rückzugsmöglichkeit für den Rat Suchenden.

Buntes Programm mit Impulsen für das Leben

Neben den individuellen Beratungen lädt die Kontaktstelle Orientierung immer wieder zu verschiedenen Kursen ein. Das aktuelle Jahresprogramm erschien Anfang Oktober vergangenen Jahres. (Angebote daraus finden sich auf der Exerzitienseite dieser Zeitung, die in Ausgabe 1 zum 9. Januar erschien.) Wichtig bei der Gestaltung des Programms sind die gemachten Erfahrungen. "Wir schauen ganz einfach, was geht." Gut angenommen werden unter anderem die Meditationsabende, die jede Woche am Mittwochabend angeboten werden. Mittlerweile hat sich ein kleiner Stamm von Interessenten gebildet. Daneben gibt es immer wieder Besinnungstage in der Fastenzeit und im Advent, zu denen die Missionarinnen Christi einladen. Andererseits, so die in Jena lebenden Missionarinnen in ihrem Rundbrief, liegen gerade im Kursbetrieb Enttäuschung und Hoffnung ganz nah beieinander. Vieles von dem, was mit viel Liebe und mit Ideen vorbereitet wurde, ging so nicht. Beispielsweise der "Basiskurs Selbstkompetenz", der leider ausfallen musste, weil es nur vier Anmeldungen gab.

Mit dem neuen Programm wollen die in Jena lebenden Schwestern nun ihren Mitmenschen erneut Hilfen in Leben und Alltag anbieten. So beispielsweise am 7. Februar, wenn es von 19 bis 21.30 Uhr heißt "Hilfe, mein Alltag frisst mich auf! – Extra-Pause bei Extra- Stress". Dahinter verbirgt sich ein Abend, um zu sich selbst und zur Ruhe zu kommen. Ein anderes Beispiel ein Entscheidungs-Workshop, der im April und Mai an drei Terminen stattfindet und Hilfen rund um das Thema "Entscheidungen" anbietet.



Informationen
Information und Anmeldung:
Christine Zeis
Mobil: 0162 - 91 49 461
Privat: (03641) - 63 52 60
E-Mail: jetzt@orientierung-jena.de
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 3 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 19.01.2006

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