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Bistum Görlitz

Gott liebt das Kleine

Bundesweite Eröffnung der Sternsingeraktion in Görlitz

Zu den Attraktionen bei der Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen gehörte Trampeltierdame Shila, auf der Bernardus Pommarenck durch die Görlitzer Innenstadt ritt. Foto: Martin Werner

Görlitz - Einen Tag lang blickte nicht nur das katholische Deutschland auf Görlitz. In der Bischofsstadt wurde unter großem Medienandrang am 28. Dezember die Aktion Dreikönigssingen offiziell eröffnet.

"Ihr könnt den Kindern helfen, oft mit vielen kleinen Dingen. Gott liebt gerade das Kleine, wenn es von Herzen kommt!" Bischof Rudolf Müller fand als Gastgeber der bundesweiten Eröffnung der 48. Aktion Dreikönigssingen genau die richtigen Worte für die 520 Sternsinger in der Kathedralkirche St. Jakobus. Zum Abschluss eines bunten Sternsingertages am 28. Dezember in Görlitz feierte der Bischof mit den Mädchen und Jungen aus den Bistümern Bamberg, Eichstätt, Paderborn, Dresden-Meißen, Magdeburg und natürlich aus Görlitz sowie 100 Kindern aus dem polnischen Zgorzelec den Aussendungsgottesdienst. Hinter den kleinen Königen lag ein ereignisreicher Tag, der ganz im Zeichen des Aktionsmottos "Kinder schaffen was!" stand.

Schon am frühen Morgen hatten sich die Sternsinger im Görlitzer Hauptbahnhof getroffen, um anschließend gemeinsam zum Theater der Neißestadt zu ziehen. Angeführt von Sternsingern auf zwei Kamelen und einem Pferd, wurden sie von zahlreichen Passanten bewundert. Im Görlitzer Theater verfolgten die Mädchen und Jungen mit Begeisterung die Aufführung des Kindermusicals "Max und Maya in Lateinamerika". Passend zum Leitwort drehte sich auch in dem von 40 Görlitzer Kindern gespielten Musical alles um das Thema "Kinderarbeit", das inhaltlich die 48. Aktion bestimmt. Besonders viel Applaus gab es vom gastgebenden Bischof Müller, der sich mit seinen Amtsbrüdern Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) und Weihbischof Wolfgang Weider (Berlin) inmitten der engagierten Kinder sichtlich wohlfühlte.

"Kinder können anderen Kindern helfen", "Sternsinger sammeln für Kinder in Not" oder "Wir machen vielen Menschen mit unserem Besuch eine Freude" – auf großen Einzelteilen eines Sterns formulierten die Mädchen und Jungen, was Kinder alles schaffen können. Aus den Teilen wurde schließlich an der Altstadtbrücke über die Neiße, die Deutschland und Polen sowie die Zwillingsstädte Görlitz und Zgorzelec verbindet, wieder ein großer Stern. "Dieser Stern soll ein Zeichen dafür sein, was euch alles gelingt", machte Diözesanjugendseelsorgerin Ingrid Schmidt deutlich, die die bundesweite Eröffnung federführend vorbereitet hatte. Seit Februar hatte ein engagiertes Team aus ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern des Bistums den Tag geplant.

Mitten auf der Brücke nahmen Bischof Müller und eine Abordnung der Sternsinger in heftigem Schneegestöber Bischof Stefan Cichy aus Legnica und 100 polnische Kinder in Empfang, die den Abschluss der Eröffnung mitfeierten. Auf der symbolträchtigen Friedensbrücke lobten auch der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick (CDU) und sein polnischer Amtskollege Miroslaw Fiedorowicz den Einsatz der Sternsinger für die Kinder in Not. Wir wünschen euch offene Herzen und offene Türen!" Den offiziellen Startschuss zur Aktion gaben zum Abschluss des Gottesdienstes traditionell Monsignore Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", und Pfarrer Andreas Mauritz, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ): "Sendung und Segen fließen zusammen mit einem großen Dank an die Verantwortlichen aus Görlitz, an euch Sternsinger, dass ihr so lange ausgehalten habt, und an die Freunde aus Peru und aus Polen", so Winfried Pilz.

500 000 Sternsinger machen sich in diesen Tagen überall in Deutschland auf den Weg zu den Menschen, um den Segen zu bringen und für die Not in aller Welt zu sammeln. Zuletzt wurden rund 3000 Projekte unterstützt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 1 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Dienstag, 10.01.2006

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