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Bistum Dresden-Meißen

Bereit zu neuen Expeditionen

100. Kirchweihfest stand unter dem Motto "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt"

Erinnerungen tauschen und auf das Jubiläum anstoßen: Am Begegnungsabend nahmen auch viele 'Ehemalige' teil, darunter Prälat Scheipers (nicht im Bild), der 1949 Kaplan in Johannstadt war.

Dresden - Mit einer Festwoche hat die Herz-Jesu-Gemeinde in Dresden-Johannstadt auf die vergangenen 100 Jahre seit der Weihe ihrer Pfarrkirche zurückgeschaut. Dabei richteten sich die Blicke zugleich auch in die Zukunft.

Die Dresdner Frauenkirche sei bei ihrer Einweihung von vielen als Quelle neuer Zuversicht bezeichnet worden, erinnerte Pfarrer Romuald Würstl, der aus Johannstadt stammt und hier seit einigen Jahren seinen Ruhestand verlebt. "Könnte nicht auch unsere schöne Kirche uns Zuversicht geben?", fragte er bei einem Gemeindeabend während der Festwoche anlässlich des 100. Kirchweihjubiläums. Würstl hat als 17-Jähriger die Zerstörung Dresdens miterlebt und empfand damals die erhalten gebliebene Herz-Jesu-Kirche "wie eine Glucke, die die umliegenden Häuser beschützt".

Dass die Johannstädter Kirche auch von innen her fortbestand und immer wieder von neuem mit Leben erfüllt war, wurde nicht nur während der Festveranstaltungen deutlich, sondern auch in Festschrift und Chronik, die eigens zum Jubiläum erstellt wurden und in einer DVD, die unter Regie des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christian Scholz entstanden ist. Wie kaum eine andere Gemeinde ist die Herz-Jesu-Pfarrei von Pfarrer-Persönlichkeiten geprägt worden. Immer wieder genannt wurden während des Jubiläums insbesondere die Namen des Dichter-Pfarrers Johannes Derksen (1949–1963), des im Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung engagierten Wolfgang Luckhaupt (1982–1987) und des früheren TAG DES HERRN-Chefredakteurs Gottfried Swoboda (1995–2001).

Wiederholt wurde während der Festtage auch das Motto aufgegriffen, das sich die Gemeinde für das Jubiläum gewählt hatte: "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt". Pfarrer Rudolf Birner ermutigte seine "Besatzung", den Kurs zu überprüfen, neue Segel zu setzen und sich fortan verstärkt auf die Initiative "Gemeinde im Aufbruch" einzulassen, zu der Bischof Joachim Reinelt die Gemeinden im Bistum aufgerufen hat.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 47 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 24.11.2005

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