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Bistum Magdeburg

Gott hat etwas mit uns vor

Gemeindeverbünde im Bistum Magdeburg

'Es gilt Gott zu trauen, dass er in unserer Mitte ist und etwas mit uns vorhat', sagt Seelsorgerin Schleinzer

Magdeburg - In Fortführung des Pastoralen Zukunftsgespräches hatte Bischof Gerhard Feige bei der Bistumswallfahrt im September den Plan zur Errichtung von 44 Gemeindeverbünden in Kraft gesetzt. Nun wurden die ersten 24 designierten Gemeindeverbundsleiter bekannt gegeben.

"Die Gemeindeverbundsleiter (GVL) haben den Auftrag, die Vereinbarung zur Bildung eines Gemeindeverbundes voranzutreiben und zu begleiten", sagt der Leiter der Hauptabteilung Pastoral, Domkapitular Ulrich Lieb. Für die erste 24 Gemeindeverbünde seien diese nun designiert. Bei der Entscheidung, wer GVL wird, hätten verschiedene Aspekte eine Rolle gespielt, so der Ordinariatsrat. Wenn etwa ein Seelsorger erst zwei oder drei Jahre am Ort ist oder sich die Größe des künftigen Gemeindeverbundes nicht wesentlich von seinem derzeitigen Aufgabenbereich unterscheidet, sei er nun als GVL vorgesehen. Zudem blieben die Ordenspfarreien in der personellen Verantwortung der Orden. Aber auch persönliche Gründe der Seelsorger hätten berücksichtigt werden müssen.

Die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände der Gemeinden, für die ein Verbundsleiter designiert ist, müssen nun gemeinsam mit diesem eine entsprechende Übereinkunft treffen. Die Vereinbarung zur Bildung eines Gemeindeverbundes ist schriftlich abzufassen. Eine Vorlage dafür bietet die Arbeitshilfe "Den Aufbruch gestalten", die im Ordinariat in Magdeburg zu erhalten ist. Der Text findet sich zudem auf der Internetseite des Bistums.

"Viel wichtiger als die juristischen Vereinbarungen aber ist es, dass mit den strukturellen Veränderungen ein geistlicher Prozess einhergeht, der zu einem Mentalitätswandel in Richtung einer missionarisch orientierten Gemeinde führt", sagt Annette Schleinzer vom Referat Gemeindeaufbau im Seelsorgeamt. "Es geht um die Berufung jedes Einzelnen hier und heute", so Ulrich Lieb. "Mit jedem von uns muss etwas passieren." Ordinariatsrätin Schleinzer: "Jede und jeder muss sich und anderen die Frage beantworten, wozu unser Glaube gut ist. Jeder von uns darf Gott trauen, dass es ihn gibt und dass er mit uns etwas vorhat, selbst wenn die Situation manchmal noch so verheerend und wie eine Wüste zu sein scheint. Ich glaube, dass Gott ein Interesse daran hat, dass es in unserer Region weiterhin Christen gibt und dass er uns dafür braucht. Es wäre gut, wenn sich eine solche Haltung mehr und mehr in unseren Gemeinden breit macht und sich in der künftig abzuschließenden Pastoralvereinbarung niederschlägt."

Wie dies gelingen kann, dafür soll es Anfang nächsten Jahres weitere Anregungen für die Gemeinden geben.




Hilfen zur Bildung eines Gemeindeverbundes unter Tel. (0391) - 596 11 81 und im Internet: www.bistum-magdeburg.de

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 45 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Montag, 14.11.2005

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