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Bistum Erfurt

Treffen der Großfamilie

Mehr als 1500 Jungen und Mädchen bei diesjährigen Kinderwallfahrten

Bischof Joachim Wanke suchte nach der Wallfahrtsmesse das Gespräch mit den Kindern. Friedrichrodaer Wallfahrer wollten zum Beispiel wissen, ob die Kopfbedeckung des Bischofs windbeständig ist und welche Bedeutung der breite Gürtel hat. Fotos: Dorothee Wanzek

Erfurt - "Wir gehören zusammen als Familie Gottes", sagte Bischof Joachim Wanke den Jungen und Mädchen, die am 20. und am 21. Juli an den Kinderwallfahrten in der Erfurter Severikirche teilnahmen. Sie standen unter dem diesjährigen RKW-Motto "Pizza, Papst und Petersdom".

"In der Familie muss man sich immer wieder sehen", rief der Bischof den weit über 1500 Kindern zu, die insgesamt an beiden Wallfahrtstagen seine Predigt hörten. "Wir preisen zusammen den Vater im Himmel, mit dem wir verbunden sind." Die Familie Gottes reiche weit über die Bistumsfamilie hinaus rings um die Erde. Sichtbar wurde die weltweite Dimension der Kirche durch drei Jugendliche aus Indien, Brasilien und dem Kamerun, die im Vorfeld des Weltjugendtages bereits in Erfurt eingetroffen waren und die der Bischof den Wallfahrern vorstellte.

Um die Zusammengehörigkeit sichtbar zu machen, knüpften die Kinder am Ende des Gottesdienstes zur Musik des Eichsfeld- Kinderchores mit bunten Bändern Verbindung zueinander. Auf der Severiwiese entstand daraus später ein mehrere hundert Meter langes Riesenband.

Ein glitzernder Muggelstein, den Kinderreferentin Anne Rademacher jedem Kind mit auf den Weg gab, sollte daran erinnern, dass der christliche Glaube ein Schatz ist, der im Leben jedes Einzelnen leuchten kann: "Auch zu Hause, wenn ihr alleine seid und die große Familie der Christen nicht mehr so zu spüren ist wie hier." Von wo überall die Kinder in weitaus größerer Zahl als in den Jahren zuvor kamen, war an einem großen Netz am Fuße der Altarstufen zu erkennen. Dort hatten die Kinder zu Beginn der Wallfahrt selbst gestaltete Bilder ihrer Heimatkirchen und -gemeinden aufgehängt.

Vor der Heimfahrt hatten sie Gelegenheit, beim Spiel auf der Severikirche Kinder aus anderen Gemeinden näher kennen zu lernen. Internationales Flair war auch hier zu spüren: Vor allem die Mädchen nutzten die Gelegenheit, mit Mitarbeitern der Heiligenstädter Villa Lampe Sorgenpüppchen zu basteln wie das ihre Altersgenossinnen in den Anden tun. An einem Informationsstand zum Weltjugendtag konnten alle Kinder sich mit Flaggen-Motiven die Gesichter schminken lassen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 30 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 28.07.2005

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