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Bistum Magdeburg

Mit dem Glauben himmelwärts

Kinderwallfahrten als Tag des Glaubens, der Begegnung und Freude

Wei-Ling, Katharina, Luisa, Wei-Ting und Anna (von links nach rechts) aus den Pfarreien Torgau und Jessen bei der Kinderwallfahrt in Bad Schmiedeberg. Fotos: Eckhard Pohl

Bad Schmiedeberg - Gibt es Gott? Und wie ist das mit dem Glauben an Ihn? Diese Fragen waren Thema der diesjährigen Kinderwallfahrten nach Bad Schmiedeberg, zur Huysburg, nach Stendal und Roßbach. Motto: "Mit deinem Glauben himmelwärts".

"Gibt es Gott? Oder gibt es ihn nicht?" Mit dieser Hausaufgabe in die Ferien geschickt, machen sich drei Freunde auf, nach einer Antwort zu suchen. Doch sie erhalten sie weder von einem Geschäftsmann noch von zwei Hausfrauen noch von einer Philosophiestudentin ... Da beschließen sie, sich auf den Weg zum Papst nach Rom zu machen, denn er "muss es ja wissen". Weil sie aber auch Spaß und Action haben, Feten feiern und immer die Ersten sein wollen, verkaufen sie einem dubiosen Reisebüro-Agenten als Gegenleistung ihre Freundlichkeit, ihre innere Ruhe und ihr Vertrauen. Und erleben einen großen Reinfall: Denn gerade dies sind Haltungen und Gaben, die sie brauchen, um herauszufinden, ob es Gott gibt, wie sie schließlich erfahren. Zum Glück lässt sich noch alles ausbügeln ...

Innere Ruhe, Vertrauen und Freundlichkeit sind gute Voraussetzungen, Gott zu finden und an ihn zu glauben. Das wurde den Kindern im Theaterstück am Ende der Wallfahrt deutlich. Aber auch Bischof Gerhard Feige, der am Morgen mit den Mädchen und Jungen und ihren Begleitern die Eucharistie feierte, ging dem Wallfahrtsthema in seiner Predigt nach: Der Bischof stellte den Kindern das Bild von Adlern vor Augen, die ihre Jungen, damit sie fliegen lernen, immer wieder aus dem Nest schubsen. Wenn die jungen Vögel bei ihren Flugversuchen aber zu sinken drohen, würden die Adlereltern unter sie fliegen und sie zurück ins Nest tragen ... "So ist es mit dem Glauben. So ist es auch mit Gott", sagte der Bischof. "Gott hilft jedem Menschen, sein Leben zu bestehen." Und selbst Menschen, die schwer krank oder im Krieg waren, hätten diese Erfahrung gemacht. Zudem sei jeder, der an Gott glaubt, überall zu Hause, weil überall Menschen an ihn glauben. Das werde auch jetzt zum Weltjugendtag erfahrbar werden.

Im Zwischenprogramm wurde dann bei einem "Konklave" ein neuer Papst bestimmt. Doch zunächst mussten von den Kindern Quizfragen beantwortet werden. Schließlich konnte der angehende Gemeindereferent aus Wittenberg, Stephan (Wendt) VII., zum Papst ausgerufen werden.

"Es war ein schöner Tag", sagten am Ende Katharina und ihre Freundinnen aus dem Dekanat Torgau. "Besonders das Quiz, aber auch der Gottesdienst mit der Musik der Band waren Klasse."

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 29 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 23.07.2005

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