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Bistum Magdeburg

Zur Königswürde berufen

450 Ministranten trafen sich mit Bischof Feige zu ihrer Wallfahrt im Kloster Helftae-fla

Ministranten bestaunen die aus den Gemeinden mitgebrachten unterschiedlichen Weihrauchfässer. Sie waren während des Wallfahrts-Zwischenprogramms im Kreuzgang der Zisterzienserinnen ausgestellt. Foto: Pohl

Jeder hat von Gott her die Würde eines Königs. Christen sind beauftragt, dieses sich selbst und den Menschen deutlich und erfahrbar zu machen. Das war der Tenor der Ministrantenwallfahrt am 30. April nach Helfta.

"Ihr habt Euch in der Zeit geirt, seit total zu spät dran", rief ein Ministrant den Heiligen Drei Königen zu, die zu Beginn der Eucharistiefeier mit Bischof Gerhard Feige in die Kirche einzogen. Doch die ließen sich nicht beirren. Erstens wollten sie den rund 450 versammelten Messdienern mit ihrem Kommen deutlich machen, dass jeder Christ zum König und zum Propheten berufen ist und am Priestersein Christi Anteil hat, wie es auch das Wallfahrtsthema "Wie ein König!" deutlich machte. Und zweitens wollten sie auf das Weltjugendtreffen in Köln aufmerksam machen, wo die drei Weisen aus dem Morgenland im Dom besonders verehrt werden.

Wie es sich gehört, hatten die Heiligen Drei Könige und die Messdienergruppen aus den Gemeinden auch Gaben mit nach Helfta gebracht: Gold, in Form von Spenden für das katholische Gymnasium von Tomsk in Sibirien, und jede Gemeinde ihr Weihrauchfass. Die Weihrauchfässer waren dann während des Zwischenprogramms im Kreuzgang der Zisterzienserinnen in einer kleinen Ausstellung zu bewundern. In einem ebenfalls dort eingerichteten Beduinenzelt gab es bei Tee viele Informationen rund um Weihrauch und Myrrhe. Nach Myrrhe und wo sie heute verwendet wird (Zahnpasta, Mundwasser) wurde auch im großen Ministranten-Quiz gefragt. Zum eigentlichen Einsatz kamen alle Weihrauchfässer schließlich in der Schlussandacht.

Auch das Salböl als Symbol königlicher Würde spielte während der Wallfahrt eine wichtige Rolle:In der Lesung wurde David zum König gesalbt, am Ende der Eucharistie wurden alle Ministranten zum Zeichen ihrer Würde gesalbt. Vorher hatte sie Bischof Gerhard Feige in seiner Predigt ermutigt, ihren Ministrantendienst am Altar und ihre königliche Berufung ernst zu nehmen und sich wie ein guter König für Arme, Kranke, ungerecht Behandelte einzusetzen. "Seid stolz, dass ihr zur großen Hoffnungsgemeinschaft der Christen gehört, selbst wenn ihr im Alltag oft allein oder nur eine kleine Gruppe seid", rief der Bischof den Ministranten zu.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 18 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 08.05.2005

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