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Bistum Görlitz

Eine gute Gemeinschaft

Die Malteser-Jugend in Cottbus erhielt Verstärkung

"Ich berufe dich als Helfer in die Malteser-Jugend. Bezeuge deinen Glauben und hilf den Bedürftigen!" Mit diesen Worten nahm Erwin Decker, Ortsbeauftragter der Cottbuser Malteser, fünf Jugendliche in die Gemeinschaft der Malteser- Jugend auf.

Danach erhielten die fünf Jugendlichen den priesterlichen Segen. Den alten Wahlspruch der Malteser wollen die jungen Leute ernst nehmen: "Bewahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen". Jeden Mittwoch treffen sich die nunmehr über 20 jungen Leute, um Gemeinschaft zu pflegen, sich weiterzubilden, neue Aktivitäten zu planen, zu koordinieren und sich auszutauschen.

Seit der letzten Adventszeit besuchen sie in größeren Abständen das "Straßen-Café" der Diakonie in der Stadt, wo sich täglich Obdachlose und andere Bedürftige treffen, um mit ihnen zu sprechen, zu spielen oder ein kleines Programm vorzuführen. Im Malteserstift "Mutter Teresa" am anderen Ende der Stadt sind die Mädchen und Jungen fast wöchentlich als "Besuchsdienst" oder zu einem Spielnachmittag anzutreffen. Selbstverständlich gehört die Ausbildung zum Sanitäter genau so zu den Themen der Mittwoch-Treffs wie Glaubensunterweisung oder einfach nur gemeinschaftliche Abende.

Tragende Gemeinschaft

Für die "Neuen" sind die Malteser eine Gemeinschaft, in der sie sich wohlfühlen. "Hier ist immer was los, und es kommt auch immer etwas Sinnvolles dabei heraus", sagt Carolin Teichert. "Hier bin ich unter guten Freunden. Wir sind eben eine schöne Gemeinschaft", meint Daniel Kurze. Auf die Gemeinschaft bezog sich auch die Predigt von Kaplan Norbert Christoph, der die Osterzeit als Tauf- und Berufungszeit deutete: "Du hat uns berufen, vor dir zu stehen und dir zu dienen, beten wir im Hochgebet", sagte er den Maltesern und nannte sie die "gute, berufene Gemeinschaft ".

Der Kaplan rief den Verband und die ganze Gemeinde dazu auf, das Gebet, als den "persönlichen Draht zu Gott" in Form des Stoßgebetes wieder zu entdecken. "Wie die Emmausjünger dürfen wir bitten: ,Herr bleibe bei uns'" oder auf den Dienst am Nächsten bezogen: "Herr mach, dass die Schmerzen weniger werden".

Erstmals für diesen Gottesdienst fanden sich acht Malteser-Jugendliche zu einer Gruppe zusammen, die die Eucharistiefeier musikalisch gestaltete und Hoffnungszeichen für ein neues Engagement im Dienst der Gemeinde setzten.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Kuchenbasar kam es nach dem Gottesdienst zu guten Gesprächen, wobei auch die "alten Malteser" und viele Ehrenamtliche anwesend waren. "Wir brauchen uns um die Zukunft der Malteser und um die Jugend unserer Gemeinde eigentlich keine Sorgen zu machen", resümiert Michael Doll, Geschäftsführer des Verbandes in Cottbus.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 17 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 28.04.2005

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