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Bistum Magdeburg

Ein neuer Bischof in Magdeburg

Amtseinführung von Gerhard Feige

Der Paderborner Erzbischof Becker überreicht Bischof Feige den Hirtenstab des früheren Paderborner Weihbischofs in Magdeburg, Friedrich-Maria Rintelen. Rechts im Bild der Apostolische Nuntius Ender. Foto: Kühne

Magdeburg - Bischof Gerhard Feige hat anlässlich seiner Einführung als neuer Bischof alle Gemeindemitglieder aufgerufen, sich mutig den anstehenden Problemen in Kirche und Gesellschaft zu stellen und so auch den nicht christlichen Mitbürgern Mut zu machen.

"Gerade jetzt -in all den Umbrüchen -dürfen wir Christen nicht vergessen, welches Kapital wir haben: die Hoffnung über den Tod hinaus", sagte der neue Bischof in seiner Predigt während des Festgottesdienstes. "Diese Hoffnung muss sich bewähren, im Umgang mit Leiden und Tod, aber auch in den strukturellen Veränderungen, in den Finanzeinschnitten", so Feige. Und: "Wenn die Christen mutig und hoffnungsvoll an diese Probleme herangehen, können sie ihren Mitbürgern Mut machen, auch hoffnungsvoll und nicht resignativ mit den Problemen umzugehen, die das ganze Volk bewegen."

In den Ostergeschichten zeige sich der Auferstandene den Frauen und Männern, die ihm gefolgt sind, auch einzeln und auf verschiedene Weise, so der Bischof. Aber er "beruft sie jedes Mal in eine Gemeinschaft, die miteinander die Ostererfahrung teilt. Kirche sei insofern "eine Gemeinschaft von Berufenen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Gaben und Aufgaben. "Die Krisen und Umbrüche, in denen wir uns befinden, machen genau dies notwendig: dass möglichst viele diese ihre Berufung wieder entdecken, dass sie nicht alles an Hauptamtliche delegieren." Und es werde noch etwas anderes deutlich: "Kirche ist auf das Miteinander von Frauen und Männern mit ihren zum Teil eigenen Zugängen zur Wirklichkeit, auf das Miteinander von Priestern und Laien, auf das Miteinander zwischen einem Bischof und den anderen Gläubigen seiner Diözese angewiesen."

Zu Beginn des Wortgottesdienstes war Feige vom Paderborner Metropoliten Hans-Josef Becker zur Kathedra, dem Bischofssitz, geführt worden, und hatte als Zeichen der Übernahme der Verantwortung als Bischof darauf Platz genommen. Becker überreichte ihm hier als Zeichen der Vollmacht eines Bischofs den Hirtenstab. Um die Kontinuität der Tradition in der jüngeren Geschichte des Bistums zu unterstreichen, hatte der Erzbischof den Stab des früheren Paderborner Weibischofs in Magdeburg, Friedrich Maria Rintelen, mitgebracht.


Weitere Infos und Predigt unter www.bistum-magdeburg.de
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 16 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 21.04.2005

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