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Bistum Magdeburg

Um Berufungen gebetet

40 Jugendliche und ihre Vikare wallfahrteten zur Huysburg

Am Ziel angekommen: In der Kapelle der Mutter Gottes von der Huysburg baten die Wallfahrer Maria um Fürsprache im Anliegen um geistliche Berufungen. Foto: Pohl

Schwanebeck/Huysburg - Damit Menschen vom Evangelium erfahren und als Gemeinde Jesu Christi leben, braucht es einige, die sich in besonderer Weise darum sorgen. An diesem Sonntag wird am Weltgebetstag für geistliche Berufe ganz besonders dafür gebetet.

Im Vorfeld dieses Tages hatten sich Jugendliche, Vikare und einige Ordensleute am vergangenen Wochenende auf den Weg zur Huysburg gemacht. Am Freitagabend kamen sie in Schwanebeck zusammen, um in einer Gebetsnacht Gott um geistliche Berufungen für das Bistum Magdeburg zu bitten. Am Samstag wallfahrteten die jungen Leute aus Dessau, Wittenberg und Zerbst, Eisleben und Merseburg dann von Schwanebeck zu Fuß zur Huysburg hinauf. Dort warteten bereits 20 Frauen der Magdeburger Propsteigemeinde, die als Frauenkreis auf der Huysburg waren, und weitere Beter, um mit den jungen Wallfahrern Gottesdienst zu feiern. Gekommen waren auch in Vertretung von Diözesanadministrator Gerhard Feige Ordinariatsrat Raimund Sternal und der Subregens des Erfurter Priesterseminars, Christoph Karlson.

In seiner Predigt während der Eucharistiefeier ermutigte Karlson die versammelte Gemeinde gemäß dem Tagesevangelium (Joh 6, 16-21), keine Angst vor den Stürmen der Zeit zu haben, mutig "auf den See des 21. Jahrhunderts hinauszufahren" und dem Ruf Jesu zu folgen an den Platz, wohin er den Einzelnen haben will. Ordinariatsrat Sternal lobte die Initiative der Vikare hinsichtlich der Wallfahrt und sprach die Hoffnung aus, sie könnte zu einer Tradition werden.

Eine Chance, über das eigene Leben nachzudenken

Anstrengung verbunden", sagte nach der Eucharistiefeier Teilnehmerin Susanne Keitzl aus Wittenberg. "Sie bietet aber Zeit, über sich selbst, die Zeichen, die einem im Alltag begegnen, und die eigene Beziehung zu Gott nachzudenken. Und das lohnt sich", so die 22-Jährige. "Viele von uns achten heute viel zu wenig darauf, was Gott mit ihnen vorhaben könnte oder haben Angst davor, einen geistlichen Beruf zu ergreifen", so die Soziologie-Studentin. Diese Auffassung teilt auch Georg Berg. Auch für den 19-Jährigen waren Gebetsnacht und Fußwallfahrt eine Chance, "über die Dinge des Lebens nachzudenken und Kraft für den Alltag zu sammeln". Liane Hentschke (20), ebenfalls aus Wittenberg, hatte zwei Freundinnen mitgebracht, die sich erst taufen lassen wollen.

Auf dem Fußmarsch zur Huysburg hatten die Wallfahrer den Rosenkranz gebetet. Jede der vertretenen Gemeinden, aber auch die drei vertretenen Grauen Schwestern aus Halle, die drei Kleinen Schwestern Jesu aus Halle, eine Gruppe von Priesteramtskandidaten und die Gruppe der Vikare trugen jeweils ein Stück das Kreuz, eine Marienikone und eine Kerze. Auf der Huysburg angekommen, zogen die Wallfahrer zunächst in die Kapelle der Mutter Gottes von der Huysburg, um Maria um Fürsprache zu bitten.

Vom 22. bis 24. April laden der Bernburger Pfarrer Jörg Bahrke und Vikar Stefan Hansch Jugendliche und junge Erwachsene ein, die sich über Berufe in der Kirche orientieren möchten.

Infos zu geistlichen Berufen: Vikar Stefan Hansch, Dessau, Tel. (0174) - 67 52 767.
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 15 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 17.04.2005

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