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Bistum Dresden-Meißen

Gottes Liebe heilt

Warum sich Bischof Reinelt auf den Himmel freut

Nach der Veranstaltung mit Bischof Reinelt hatten die Gäste des Landesmuseums für Vorgeschichte Gelegenheit, sich die Sonderausstellung über den Umgang unserer Vorfahren mit den Verstorbenen anzuschauen.

Dresden (dw) - Begleitend zur Sonderausstellung "Nach dem Tod" des Landesmuseums für Vorgeschichte haben an sechs Abenden sächsische Prominente über ihre Jenseitsvorstellungen gesprochen -zum Abschluss der Vortragsreihe kam Bischof Joachim Reinelt.

"Was erwartet uns im Himmel?", lautete eine der Fragen, denen der Dresdner Bischof Joachim Reinelt in der Karwoche bei der gemeinsamen Veranstaltung des Landesmuseums für Vorgeschichte und der Katholischen Akademie nachging. Im jenseitigen Leben, legte der Bischof seine Überzeugung dar, gewinnt der Mensch seine volle Identität. Dort gelange er zur Versöhnung mit dem Handeln Gottes. Das "Ja" zu Gott beinhalte dann auch die innere Freiheit, die eigene Biografie anzunehmen mit ihren Mängeln, die Gott heilt.

Wenn die Kirche von der "Auferstehung des Leibes" spreche, meine sie keinesfalls, dass die Körperzellen in ihrer irdischen Form wieder hergestellt würden, erläuterte der Bischof. Gemeint sei vielmehr, dass im Himmel angeknüpft werde an das auf der Erde gelebte Leben.

Im jetzigen Leben gebe es nur wenige Momente, in denen man sich der reinen Freude am Dasein hingeben könne. Im Himmel wird das anders sein, glaubt Bischof Reinelt. Die grundlegenden Probleme, die den Menschen zeitlebens begleiten, die Fragen nach dem Sinn des Daseins, dem Sinn von Schmerz, Leere, Hass und Krieg werden den Menschen dann nicht mehr quälen. Die Erfahrung der Gemeinschaft und des Vertrauens wird sicher und beständig werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 13 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 31.03.2005

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