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Bistum Magdeburg

"Schick mit uns Signale ins Land"

Kinderwallfahrten mit insgesamt 1400 Teilnehmern

Roßbach / Bistum (ep) - "Schick mit uns Signale - über den Horizont hinaus". Unter dieses Motto waren die diesjährigen Kinderwallfahrten gestellt. In der Woche vom 30. Juni bis 5. Juli trafen sich dazu rund 1400 Kinder, Eltern und Seelsorger je nach Region an vier Orten. Letzte Station war Roßbach. Wie zuvor in Bad Schmiedeberg, auf der Huysburg und in Salzwedel feierte Weihbischof Gerhard Feige bei strahlendem Sonnenschein mit den Mädchen und Jungen die Eucharistie.
"Signale Gottes sind nicht grell, laut und schrill, sondern man muss auf sie hören", erläuterte der Weihbischof den Kindern, die tapfer auf dem Sportplatz des Jugendhauses in der Hitze aushielten. Feige erzählte in seiner Predigt von einem Indianer, der mitten in der Großstadt eine Grille zirpen hört, weil ihm dies etwas bedeutet. In der heutigen reizüberfluteten Welt komme es darauf an, wichtige Signale wahrzunehmen, etwa wenn jemand Probleme hat oder krank ist. Manchmal brauche es Zeit, Signale zu erkennen. Wer die Signale Jesu wahrnehmen wolle, müsse aufmerksam sein und Zeit einsetzen. Es gelte aber auch, selbst Signale zu geben.
Diözesan-Kinderseelsorgerin Amalia Christl machte die Mädchen und Jungen während des Gottesdienstes auf besondere Signale aufmerksam. Sie half den Kindern so, die einzelnen Teile der Messe besser zu verstehen. "Gottesdienst heißt: Gott dient dir - aber nur, wenn du seine Signale auffängst und ihnen antwortest", lud sie die Mädchen und Jungen auch im Zusammenhang mit dem RKW-Thema "Wir machen uns zum Leuchtturm auf" zum Mitfeiern ein. Zur Gabenbereitung brachten die Kinder Schreibmaterialien und Schultaschen für Altersgenossen in Bosnien zum Altar.
"Mit unserem Thema wollen wir den Kindern klar machen: Wir Christen haben den Menschen in unserem Land durchaus Signale zu geben, ihnen etwas von unserem Glauben zu erzählen und brauchen uns nicht zu verstecken oder das zu tun, was alle tun", so Frau Christl gegenüber dem Tag des Herrn. Dies wurde auch bei einem Anspiel in der Abschlussandacht deutlich: Kinder führten vor, was heute oft unter Freiheit, Zufriedenheit und Glück verstanden wird, und dass viele Menschen nicht um die Tiefendimension von alledem wissen: die Liebe zu Gott und den Mitmenschen als Anwort auf Gottes Liebe (1 Kor 13). Am Ende schickten die Kinder Luftballons auf die Reise, in die sie gute Wünsche für den Finder hineingesteckt hatten, um so ein Signal der Hoffnung zu geben.

Während des Zwischenprogramms diskutierte Weihbischof Feige mit Kindern deren Anliegen für das Pastorale Zukunftsgespräch. Viel Freude hatten die Wallfahrer bei einem Spiel, bei dem sie verschiedene Stationen durchlaufen mussten, um ihre "gefangen gesetzten" Seelsorger und Begleiter wieder auszulösen.

Wesentlich zum Gelingen beigetragen haben neben Frau Christl und ihrem Referenten Matthias Slowik wieder Sängerinnen und Band aus Burg, Genthin und Möckern, die die Gottesdienste musikalisch gestalteten. Die Anspiele hatte eine Merseburger Gruppe übernommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 28 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Mittwoch, 11.07.2001

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