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Aus der Region

Nie eine solche Gemeinschaft erlebt

18 Frauen und Männer werden im Bistum Görlitz in der Osternacht getauft

Görlitz (as) - Sie schwimmen gegen den Strom und gegen den Trend. 18 Frauen und Männer aus Görlitz, Forst und Reichenbach/Mengelsdorf wollen sich in der Osternacht taufen lassen. Zwölf von ihnen sind Spätaussiedler aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die in der Pfarrgemeinde St. Anna in Reichenbach auch eine religiöse Heimat gefunden haben. Am vergangenen Sonntag hat Bischof Rudolf Müller die Taufbewerber offiziell angenommen.

Manche wirken noch ein wenig unsicher als sie von ihren Pfarrern nach vorn gebeten werden und der Bischof ihnen die Hände zum Segen auflegt. Um so fester ist ihr Entschluss: Sie wollen katholisch werden. Kristin Wohmann aus Forst ist mit ihrem Freund und zukünftigen Ehemann Philippus Ullmann und Pfarrer Bernhard Walter in die Bischofsstadt gekommen. Frau Wohmann hat durch ihren Freund, der auch die Patenschaft mit übernehmen will, den katholischen Glauben kennen gelernt. "Meine Urgroßmutter war katholisch, aber das ist nicht mehr bis zu mir gedrungen", meint sie scherzhaft. Vorsichtig war sie natürlich: "Ich habe gedacht, geh erstmal mit", beschreibt sie die ersten Annäherungen. Nach und nach habe sie gemerkt, dass der Glaube an Gott das ist, wonach sie gesucht hat.

Prägend war vor allem das Gemeinschaftserlebnis in der katholischen Pfarrgemeinde. "Diese Gemeinschaft war von Anfang an etwas ganz Besonderes für mich. Solch einen Zusammenhalt habe ich vorher noch nicht erlebt", gesteht die Versicherungsangestellte. Aus den ersten zaghaften Berührungen wurde Ernst, die Gottesdienstbesuche wurden regelmäßiger. Im Januar letzten Jahres fiel der Entschluss, katholisch zu werden. Seitdem nimmt sie beim Pfarrer Unterricht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 7 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 20.02.2005

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