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Bistum Görlitz

"... lass es mich tun und ich behalte es!"

Kindergarten "Bennolino" in Spremberg feierte einjährigen Geburtstag

Ein Jahr geschafft: Die Kinder von Bennolino mit ihren Erzieherinnen.

Spremberg -Feiern war gleich zu Beginn des neuen Jahres im katholischen Kindergarten "Bennolino" in Spremberg angesagt. Mit Liedern und Tänzen begingen alle Knirpse der Einrichtung zusammen mit ihren Erzieherinnen den ersten Geburtstag der Tagesstätte, dessen Träger die Katholische Elternschaft Spremberg (KESS) ist.

Im Vorfeld der Eröffnung wurde lange nach einem passenden Namen für die Kita gesucht. "Wir wollten unbedingt einen Bezug zu unserer St.-Benno- Pfarrgemeinde schaffen", so Leiterin Sylvia Malyssek, die nach einem Jahr des Bestehens eine positive Bilanz ziehen kann. Derzeit besuchen 38 Mädchen und Jungen die Einrichtung, die von vier Erzieherinnen liebevoll betreut werden. "Unser Kindergarten wird gut angenommen, der Zuspruch ist einfach riesig, es gibt sogar eine Warteliste für Neuaufnahmen", freut sich Frau Malyssek.

Hier ist man offen für alle Kinder, deren Eltern eine auf dem christlichen Glauben beruhende Erziehung wünschen. "Dabei ist die Zugehörigkeit zu einer Konfession keine Bedingung", betont die Leiterin. Im Kindergarten Bennolino sind die Erzieherinnen bemüht, christliche Grundwerte erlernbar und erfahrbar zu gestalten. Die Mädchen und Jungen können positives Grundvertrauen aufbauen -zu sich selbst, zu anderen und zu Gott. "Unser Prinzip lautet: Erkläre es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich tun und ich behalte es".

Wie Sylvia Malyssek weiter erläutert, gibt es auch einen kurzen Draht zu den Eltern. Bei vielen Treffen wird besprochen, was man noch verbessern kann. Die Eltern sind die wichtigsten Partner der Erzieher. Gemeinsam wird den Mädchen und Jungen die Möglichkeit gegeben, Schritt für Schritt ihre Persönlichkeit zu entfalten, Selbstständigkeit zu erlangen, Verantwortung zu übernehmen, Lernfreude, Solidarität und Toleranz zu entwickeln. Sehr froh ist auch Jana Eitner, dass ihre beiden Kinder in die katholische Kita gehen. "Besser hätte ich es gar nicht treffen können", sagt die Sprembergerin, die von Anfang an zum Verein der katholischen Elternschaft gehört. "Die Erzieherinnen sind mit soviel Kompetenz und Engagement bei der Sache. So eine Kita habe ich woanders noch nicht gesehen", lobt die junge Mutti die Arbeit in der Einrichtung. In der katholischen Kita wird ein ganzheitliches Lernen mit der Reggio- und Montessori- Pädagogik nach dem Motto "Nur wenn Gefühl und Fantasie erwachen, blüht die Intelligenz" praktiziert.

Im offenem Freispiel entscheiden die Knirpse, wo und mit wem sie spielen möchten. Verschiedene Funktionsbereiche wie der Kreativraum, der Rollenraum, der Bewegungsraum, die Bücher- und Bauecke, die Kinderküche oder der Garten laden die Kinder zum lernenden Spiel ein. Die Gruppenarbeit findet in kleinen Kreisen statt.

Die Schulvorbereitung beginnt vom ersten Tag an. Im letzten Jahr wird mit der Lernwerkstatt eine gezielte Vorbereitung betrieben. "In diesem Jahr sind es elf Kinder, die in die Schule kommen", erklärt Sylvia Malyssek. Danach wird die Kapazität wieder erreicht, da die Kinder aus der Warteliste nachrücken. Sehr froh sind die Mitarbeiter auch darüber, dass die Eltern die Gestaltung der Außenanlagen in Eigenregie übernommen haben. Finanziert wurde das Ganze durch Lotto-Mittel sowie weitere Spenden. So entstand auch ein Naturerlebnisgarten in der Spremberger Einrichtung.

André Kurtas

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 2 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 13.01.2005

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