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Bistum Dresden-Meißen

Schon jetzt in Köln

Zwei junge Sächsinnen gehören zum Vorbereitungsteam des Weltjugendtages

Schulkolleginnen, die sich in Köln wieder trafen: Christiane Winkler (links) und Lydia Reinsch.

Köln / Freiberg (dw) -Große Vorfreude, hin und wieder aber auch ein leiser Schreck, wenn man feststellt, was noch alles zu tun bleibt bis Mitte August -so beschreiben Lydia Reinsch und Christiane Winkler die Stimmung in den beiden Bürohäusern im Kölner Bankenviertel, die eigens für die Organisation des Weltjugendtags angemietet wurden. Als die beiden jungen Frauen aus dem Bistum Dresden-Meißen vergangenen Sommer ihr Abitur in der Tasche hatten, reihten sie sich in die Schar der freiwilligen Helfer ein, die das kirchliche Großereignis mit vorbereiten.

Christiane aus Oederan hatte im Jahr 2000 am Weltjugendtag in Rom teilgenommen. "Ein Ereignis, das mich geprägt hat!", sagt sie im Rückblick. Bevor sie mit einem Lehramtsstudium beginnt, wollte sie sich daher die einmalige Chance nicht entgehen lassen, den Weltjugendtag im eigenen Land mit vorzubereiten. In Dresden, wo sie sich zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Weltjugendtags- Vorbereitung des Bistums beworben hatte, brachte man sie auf die Idee, es direkt in Köln zu versuchen.

Dort hatte ihre Bewerbung Erfolg. Sie landete im Callcenter der Abteilung Pilgerwesen und beantwortet dort unterschiedlichste Fragen rund um Anmeldung, Finanzierung, Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer. Sie arbeitet mit einigen fest Angestellten und einer stetig wachsenden Zahl von Freiwilligen aus aller Welt zusammen, mittlerweile so viele, dass das Büro ohne Dreischicht-System aus allen Nähten platzen würde. Dass sich auch Lydia in Köln bewarb, hatte Christiane vorher nicht gewusst, obwohl die beiden die gleiche Schule besucht hatten. Lydia war bei Veranstaltungen der Charismatischen Gemeindeerneuerung auf den Weltjugendtag aufmerksam geworden und arbeitet nun mit an der ständigen Aktualisierung der Internetseiten.

Faszinierend ist für die beiden Sächsinnen besonders das enge Miteinander von jungen Leuten aus unterschiedlichsten Kulturen. "Man lernt unglaublich viel über die Heimatländer der Kollegen und WG-Mitbewohnerinnen", erzählt Lydia. Bei gemeinsamen Unternehmungen in der Freizeit findet sie es interessant, das Heimatland mit den Augen der Fremden zu entdecken. In der ersten von insgesamt fünf Seminarwochen, die zum FSJ gehören, waren die Teilnehmer speziell auf den Umgang mit anderen Kulturen vorbereitet worden. Die FSJler aus anderen Kontinenten haben die Weihnachtstage zum überwiegenden Teil genutzt, um Kollegen aus anderen europäischen Ländern nach Hause zu begleiten.

Christiane und Lydia haben Weihnachten bei sich daheim verbracht. "Worum es in Köln geht, kann man unseren Bekannten hier nur sehr schwer vermitteln", haben die beiden erfahren. "Kaum jemand kann sich vorstellen, welche Dimension hinter dem Weltjugendtag steckt, und wie viele Vorbereitungen damit verbunden sind."

Die beiden Frauen freuen sich jedenfalls sehr auf den Weltjugendtag, auch wenn sie noch gar nicht wissen, wie viel sie von dem Ereignis überhaupt mitbekommen werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 2 des 55. Jahrgangs (im Jahr 2005).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 13.01.2005

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