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Jede Menge Spaß trotz aller Formulare

Aktiv in der Kirche: Andrea Kaschula

Cottbus (kh) - Förderanträge stellen, Einladungen schreiben, Quittungen und Kassenzettel für die Abrechnung aufheben: Bistumsweite Veranstaltungen der Don-Bosco-Jugend Görlitz bringen allerhand organisatorische Arbeit mit sich. Dennoch ist Andrea Kaschula gerne in der Diözesanleitung des Jugendverbandes. Schließlich haben die drei Sprecher und ihr geistlicher Beirat, der Görlitzer Diözesanjugendseelsorger Bosco Marschner, bei ihren monatlichen Treffen auch jede Menge Spaß zusammen, sagt sie, legen bei Bedarf einfach eine Schokoladenpause ein und motivieren sich gegenseitig: "Komm, du packst das schon!”

Begonnen hat Andreas Engagement eher beiläufig, mal hier ein Abendgebet vorbereiten, mal da den Tisch decken oder Stühle aufstellen. "Ich habe gleich das Gefühl gehabt, ich bin mitten drin, auch wenn ich am Anfang nur kleine Aufgaben übernommen habe", erinnert sich die 24-Jährige.

Die Texte und die Musik für geistliche Impulse wählt sie auch heute noch besonders gerne aus. Außerdem ist sie jedes Jahr bei der Teenie-Tour, der Ferienfahrt für die Zehn- bis 14-Jährigen mit dabei, die diesmal an die Ostsee geht. Als Sprecherin auf Diözesanebene sorgt sie zusammen mit Anna Elsner und Daniel Kern aus Görlitz auch dafür, dass bei den anderen Veranstaltungen alles klappt. Das Volleyballturnier im Herbst gehört ebenso dazu wie das Verbandsfest zu Jahresbeginn, das an die Gründung der Don-Bosco-Jugend am 26. Januar 1991 erinnert. Und dann gibt es noch ein Wochenende für die Ehrenamtlichen und eines für die Einzelmitglieder. Außerdem findet jedes Jahr eine Ferienfahrt für die älteren Jugendlichen statt, an der in diesem Sommer erstmals Jungen und Mädchen aus der Jungen Kirche Speyer, dem Partnerverband der Don-Bosco-Jugend, teilnehmen. "Die Jugendlichen aus der Leitung beider Verbände haben sich schon öfters getroffen, nun sollen sich auch die anderen Mitglieder besser kennen lernen", sagt Andrea.

Die Cottbuserin freut es, wenn die ehrenamtliche Arbeit ihren Horizont weitet. Überhaupt habe sie auf diese Weise bereits viel gelernt, was sie in ihrem Sozialpädagogikstudium an der Fachhochschule Lausitz so nicht erfahren habe. Interessant findet sie es beispielsweise zu sehen, woher Fördergelder für eine Veranstaltung fließen. Anderen Jugendlichen kann sie deshalb nur empfehlen, sich weiterbilden zu lassen - zum Beispiel in einer Gruppenleiterschulung.

Auch über eine passende Arbeitsstelle hat sich Andrea schon Gedanken gemacht: "Ich könnte mir gut vorstellen, Behinderte zu betreuen, denn das Freiwillige Soziale Jahr im St.Florian-Stift in Neuzelle war eine total schöne und wichtige Erfahrung für mich". Die Mädchen und Jungen dort freuen sich noch heute, wenn sie mal vorbeischaut, erzählt Andrea. Und sie selbst denkt mit Bewunderung an das, was diese Kinder trotz ihrer Behinderung zustande bringen. Ein Mädchen aus ihrer Gruppe etwa konnte zwar ihren Körper nicht ruhig halten, trotzdem steckte sie mit farbigen Nadeln regelmäßige Muster.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 27 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 07.07.2001

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