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Bistum Dresden-Meißen

Ein Kirchenzelt für die Bundesgartenschau

Architekturstudenten stellten Modelle vor -Entscheidung fällt noch in diesen Tagen

Publikumsfavorit: Anja Ludwig, Raik Hartmann und Markus Beyer mit ihrem Modell, das viele an das Segel eines Schiffs erinnerte.

Gera (khy) -Viel Zeit hatten die Architekturstudenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau nicht: Innerhalb von fünf Tagen sollten sie eine Idee für ein Kirchenzelt für die Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 (BUGA) entwickeln. In der vergangenen Woche wurden diese Entwürfe für einen Tag in der Geraer St.-Elisabeth-Gemeinde ausgestellt. Während ein Kolloquium aus BUGA- und Hochschulvertretern sowie Vertretern der Stadt Gera die Modelle diskutierte und eine Experten-Jury Machbarkeit und Finanzierung prüfte, konnten die Einwohner Geras ihre eigene Empfehlung abgeben.

Die endgültige Entscheidung, welcher Entwurf verwirklicht werden soll, fällt die ökumenische Arbeitsgruppe "Kirchenprojekt BUGA" noch in diesen Tagen. "Wichtig war uns der Gedanke, dass sowohl die Textilstadt Gera als auch die Bionik, also Konzepte aus der Natur, mit berücksichtigt werden", sagte Dekan Klaus Schreiter, der zusammen mit dem evangelischen Oberpfarrer i. R., Roland Geipel, die Arbeitsgruppe leitet.

Weitere Kriterien waren, dass die Kosten bei maximal 30 000 bis 50 000 Euro liegen und die 120 Quadratmeter große Konstruktion jederzeit ab- und wieder aufbaubar ist. "Außerdem soll das ökumenische Kirchenzelt ein Ort der Begegnung werden, wo Menschen sich gern aufhalten und wo Christen Gottesdienst feiern können", fügte Dekan Schreiter hinzu.

Anja Ludwig, Architekturstudentin im siebten Semester und 25 Jahre alt, konnte sich am Ende des Präsentationstages schon ein wenig freuen. Das Modell ihrer Arbeitsgruppe wurde von den Einwohnern Geras und der Jury mit in die engere Wahl gezogen. "Wir haben das Modell mit Hilfe von Holz, einem weißen Strumpf und Kupferdraht gebaut. Der Eingangsbereich ist absichtlich der höchste Punkt, damit viele Menschen sich eingeladen fühlen", beschrieb Anja Ludwig den Entwurf. Fünf Tage mit wenig Schlaf und vielen Diskussionen haben sie und ihre beiden Kommilitonen zu diesem Ergebnis geführt.

"Wir wollten eigentlich bewusst keine Symbolik mit einbeziehen, es sollte ein Kirchenzelt für alle werden", sagte sie. Dennoch verbanden nicht wenige Betrachter gerade diesen Entwurf mit ein und demselben Symbol: dem großen Segel eines (Kirchen)Schiffs.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 50 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 09.12.2004

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