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Gott und allen danken, die sich für diese Kirche einsetzen

Pontifikalamt zur 250. Wiederkehr des Weihetages der Hofkirche

Dresden (jak) - Zum Festgottesdienst am 250. Weihetag der Dresdner Hofkirche stellte Bischof Joachim Reinelt in seiner Predigt die Fragen: "Welche göttlichen Kraftquellen wurden hier erschlossen?! Und wie viele Tränen und wie viel Dankbarkeit wurde in dieses Haus getragen?". Weiter benannte Joachim Reinelt vier Punkte, die Menschen in einer Kirche erfahren können. So die Erfahrung, dass Glaube heilen kann, gesundes Selbstvertrauen schenkt, dass Glaube lehrt, Brücken zu bauen und dass Glaube und Kirche den Menschen helfen, "in Freiheit zu erblühen". Abschließend betonte er, dass Kirche immer umfassend ist. Und in Bezug auf den Bau der Hofkirche wies der Bischof darauf hin, dass "dieses Haus Weltkirche ausdrückt" - wozu Größe und Schönheit gehören.

Rund 1000 katholische Christen und Gäste nahmen am 29. Juni an diesem Gottesdienst teil, darunter Vertreter der Pfarreien des Bistums, die nach Dresden zu diesem Tag geladen waren. Ist doch die Hofkirche für viele von ihnen auch die Mutterkirche. Zum Abschluss nahm Bischof Joachim Reinelt noch die Gratulation zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum entgegen. Nach dem Gottesdienst fand im benachbarten Haus der Kathedrale der diesjährige Benno-Empfang statt, an dem neben den Seelsorgern und den Gemeindemitgliedern zahlreiche andere Gäste teilnahmen. So der Präsident des Sächsischen Landtages, Erich Iltgen. In seinem Grußwort wies er auf die Schwierigkeiten beim Wiederaufbau und der Erhaltung der Hofkirche in den vergangenen 56 Jahren hin. Dabei dankte Iltgen der Generation, die sich nach der Zerstörung durch amerikanische und englische Bomber am 13. Februar 1945 für den Erhalt der Hofkirche engagierte. Sie hätten diese Kirche gewollt. Zudem würdigte Erich Iltgen das Engagement der Denkmalpflege, sie sei in der schwierigen Zeit die einzige Institution gewesen, die sich für die Kirche einsetzte. Diese Situation änderte sich erst nach 1989, der sächsische Staat investierte seither viele Millionen Mark in den barocken Bau. Weitere Grußworte sprachen Bischof Frantisek Radkovsky aus Pilsen und Domkustos Siegfried Seifert. Bischof Radkovsky wünschte allen, dass die Schönheit des Baus auch in die Menschen hineinwirkt, dass Gott in den Menschen ist. Siegfried Seifert formulierte seinen Dank gegenüber Gott, den königlichen Stiftern des Hauses und gegenüber allen, die im Laufe der Jahrhunderte an und für die Kirche gearbeitet haben. Er zeigte sich überzeugt davon, dass alle Anwesenden die Gewissheit mitnehmen können, dass Gott auch in Zukunft sorgen wird.

Im Rahmen der Feier dankte Bischof Joachim Reinelt besonders Dompfarrer Klemens Ullmann für dessen Engagement zum Gelingen der Festwochen, die am 30. Juni zu Ende gingen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 27 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 07.07.2001

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