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Bistum Görlitz

Mehr Präsenz zeigen

Katholische Arbeitnehmerbewegung mit neuem Diözesanvorstand

Verantwortung tragen: Präses Matthias Grzelka, Hartmuth Lauermann, Ulrich Wolf und Edgar Schwarz (von links) im angeregten Gespräch.

Cottbus (ks) -Die Ortsverbände der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum haben am 25. September im Cottbuser St. Johannes-Haus auf ihrem Diözesantag einen neuen Vorstand gewählt. Ursel Wilkowski vom Ortsverband Großräschen/ Altdöbern/Senftenberg (in Abwesenheit), Ulrich Wolf vom Ortsverband Guben und Hartmuth Lauermann vom Ortsverband Cottbus stehen nun als neuer Diözesanvorstand den drei Ortsverbänden vor. Diese Wahl war wegen organisatorischer Veränderungen der Bundesleitung der KAB notwendig geworden. Zudem stellte sich Kaplan Matthias Grzelka, Wittichenau, als neuer Präses des Verbandes vor. Er ist der geistliche Berater der Mitglieder.

Die KAB will für die Sorgen und Nöte der Christen in der Arbeitswelt da sein, den sozial Schwächeren beistehen, Verlierern Gehör verschaffen. Das forderte auch der Vorsitzende der Cottbuser Ortsverbandes, Edgar Schwarz, von den Teilnehmern des Diözesantages: "Wir müssen hier in unserer Region mehr Präsens zeigen als bisher. Wir müssen mehr Aufmerksamkeit erregen, damit es gerechter zugeht, die Leistungen der Familien für die Gesellschaft mehr Anerkennung finden." Der Verband müsse dafür eintreten, dass alle Einkommensarten in Deutschland das Sozialsystem mitfinanzieren, meinte Schwarz.

Der Tag begann mit einer Messfeier. Pfarrer i. R. Georg Walter hatte die Lesungen und die geistliche Einstimmung unter sozialkritischen Aspekten ausgewählt: Jesaja 58, 6-9 und Johannesevangelium 5,1-9 beinhalten solche Knackpunkte. Der Neuanfang des Volkes Gottes nach der Babylonischen Gefangenschaft wird in Schwierigkeiten erstickt, Rücksichtslose setzen sich durch, Ratlosigkeit statt Zukunftsvisionen machen sich breit, so die Beschreibungen des Alten Testaments. Im Neuen Testament wird von dem Kranken am Betestateich berichtet, der immer zu spät ans Wasser kommt, um etwa geheilt zu werden. Er unterliegt im Wettbewerb. In seinen Betrachtungen beleuchtete Pfarrer Walter die aktuellen Entwicklungen. Eine lebhafte und kontroverse Diskussion schloss sich an.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 41 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Mittwoch, 06.10.2004

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