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Bistum Dresden-Meißen

Grenzenlose Glaubensfreude

Bistumsjugendtag mit 650 Teilnehmern und dem Weltjugendtagskreuz

Wechselburg (dw) -Eine Mischung aus Abschiedswehmut und Vorfreude lag in der Luft, als Jugendliche aus dem Bistum Dresden-Meißen das Weltjugendtagskreuz am Ende des Bistumsjugendtages vergangenen Sonntag an eine Delegation aus der Diözese Limburg weitergaben. Das Kreuz, das im Vorfeld des Kölner Weltjugendtages im August 2005 durch Deutschland wandert, ist weit mehr als nur ein Symbol. Es hat die Jugendlichen, die es eine Woche lang auf seinem Weg durch das Bistum und schließlich auch beim Bistumsjugendtag begleitet haben, um einige Erfahrungen reicher gemacht.

Zu jeder Nachtstunde fand man beispielsweise junge Leute, die in der Wechselburger Basilika Anbetung vor dem Kreuz hielten. "Was bedeutet uns das Kreuz? Was bedeutet uns unser Glaube?", lauteten Fragen, die die Teilnehmer das ganze Wochenende über nicht losließen, sei es in der Andacht am Samstagnachmittag, in der Messe zum Abschluss oder in ungezählten Gesprächen zwischendurch. Fast scheint es, dass mit dem Kreuz etwas von der Glaubensfreude der jungen Christen aus den Ländern in aller Welt übergesprungen ist, durch die das Kreuz seit 1983 gezogen ist. Mit den Gästen aus dem tschechischen Nachbarbistum Leitmeritz, aus dem Erzbistum Wroclaw (Breslau), aus Rumänien und dem italienischen Bistum Arrezzo, die am Jugendtag teilnahmen, gab es keine Verständigungsprobleme. Wer mit Englisch nicht weiterkam, versuchte es mit Händen und Füßen -einer der Workshops, mit denen das Fest am Samstag begann, vermittelte entsprechende Spezialkenntnisse. In der Messfeier kamen alle Muttersprachen zum Zuge, auch das Sorbische, denn rund 60 Teilnehmer waren aus der Lausitz gekommen. "Christus folgen heißt, über Grenzen gehen zu können", sagte Diözesenjugendseelsorger Gregor Giele den Jugendlichen, und meinte damit keinesfalls nur die Landesgrenzen, sondern auch all die inneren und äußeren Hindernisse, die jeden von der Verheißung Jesu Christi eines Lebens in Fülle trennen. Er lud dazu ein, all diese Grenzen zu überwinden, "um unser Leben hier und jetzt freier und bunter zu machen". Die Kollekte wird einem Projekt in Böhmen zugute kommen. Ein deutscher Priester versucht dort, den Wallfahrtsort Maria Ratschitz wieder zu beleben und dort ein deutsch-tschechisches Jugendzentrum zu gründen. Jugendliche der Diözesen Arrezzo und Leitmeritz haben während ihres Besuchs angefragt, ob sie im Bistum Dresden-Meißen die Begegnungstage vor dem Weltjugendtag verbringen dürfen. Mit den bereits eingeladenen Gästen aus Kaunas, Vilnius, Südrussland und Frankreich sind damit nun bereits die Hälfte der 6000 Plätze, die das Bistum als Gastgeber zugesichert hat, "gebucht".

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 38 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 19.09.2004

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