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Bistum Görlitz

Cottbuser Christuskirche wird renoviert

Ende der Bauarbeiten für Oktober geplant

Die Bänke sind schon raus: Gemeindemitglieder treffen letzte Vorbereitungen für die Renovierung. Vieles wird in Eigenleistung erbracht.

Cottbus (ks) -Seit vergangenen Montag machen sich Bauarbeiter in der Cottbuser Christuskirche zu schaffen. Die lange geplante Renovierung des Innenraumes, die bis Ende Oktober dauern soll, hat begonnen. In den beiden Wochen davor packten über 40 Gemeindemitglieder bei den Vorarbeiten mit an. Die Frauen, die sonst die Kirche reinigen, waren genauso dabei wie die größeren Ministranten und die Jugend. In der Mehrzahl allerdings Vorruheständler und Rentner. Bernhard Litzba erinnerte sich beim Heraustragen der Kirchebänke an die Schufterei in den 60er Jahren, als die seit 1935 leer stehende Kirche wieder benutzbar gemacht wurde. Damals lag die architektonische Gestaltung in den Händen von Gottfried Zawadzki aus Kamenz. Heute übernimmt sein Sohn Thomas die Verantwortung.

Neben der Erneuerung des verschlissenen Fußbodenbelages und der Deckenverkleidung, bekommt die Kirche einen neuen Innenanstrich, eine neue Beleuchtung und, dem über 150 jährigen Backsteinklinkerbau angepasst, Kupfer verkleidete Portale. Um die Kosten zu minimieren wurde der Kunststoffbeschichtete Fußboden, der durch Temperaturschwankungen an mehreren Stellen gerissen war, in mehreren Arbeitseinsätzen abgetragen. Außerdem wird der Fußboden gefliest. Gleichzeitig wird auch die elektrische Nachtspeicherheizung in Eigenleistung durch Gerhard Buder rekonstruiert. Zusammen mit Norbert Bien konstruierte und baute er diese Anlage in den 60-er Jahren und betreute sie auch in der ganzen Zeit. Die bisherige Deckenverkleidung, Kunststoffplatten, die damals eigentlich als Isoliermatten für Fischkühlwagen bestimmt waren und in die Kirche "zweckentfremdet" eingebaut wurden, sind inzwischen unansehnlich geworden und beginnen zu zerbröseln. Sie werden durch eine Holzverkleidung ersetzt. Dazu ist der gesamte Innenraum einzurüsten. In der Gemeinde koordinierte Kirchenvorstandsmitglied Albert Brux alle Arbeiten und packte selber mit an.

Die Finanzierung sichern das Bistum, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, die Pfarrgemeinde und der Denkmalschutz des Landes Brandenburg. Die Sonntagsgottesdienste sind während der Bauarbeiten zu den bekannten Zeiten (samstags 18 Uhr, sonntags 9 und 10.30 Uhr) in der Filialkirche St. Edith Stein in der Klopstockstraße. Die Werktagsmessen werden im Saal unter der Christuskirche gehalten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 33 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 12.08.2004

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