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Bistum Magdeburg

Gemeinsam

Kirchen beim Sachsen-Anhalt-Tag

'Gemeinsam GEWINNT für Sachsen-Anhalt': Dieses Motto hatten sich Mitarbeiter der Wittenberger Klinik Bosse und des St.-Josefs-Krankenhauses Dessau für ihr Spiel ausgedacht. Mit Luftballons lud Schönstattschwester Sylvia Passanten zum Mitmachen ein.

Aschersleben (ep) -"Gemeinsam GEWINNT für Sachsen- Anhalt". Das war das Motto eines Spiels, das sich die Mitarbeiter der Klini Bosse in Wittenberg und des St. Josef-Krankenhauses in Dessau für den Sachsen-Anhalt- Tag in Aschersleben ausgedacht hatten. Jeder Spielteilnehmer notierte seine Adresse auf einer Postkarte, die auf ihrer Vorderseite das Motto bekannt macht. Mit Helium-gefüllten Luftballons schickte jeder seine Karte dann per "Luftpost" ins Land. Wer die Karte findet, soll ebenfalls seine Adresse vermerken und sie dann per Post an die Wittenberger Klinik senden. Absender und Finder der drei zu erst eingegangenen Karten gewinnen ein Gesellschaftsspiel.

"Die Idee, mit dem Slogan "Gemeinsam GEWINNT für Sachsen-Anhalt" mehr Bewusstsein für ein solidarisches Miteinander zu schaffen, ist uns gekommen, weil wir die Lage im Land nur verbessern können, wenn wir alle an einem Strang ziehen", sagte Projektleiter Torsten Sielaff. Auch die Träger der Klinik Bosse und des St.-Josefs- Krankenhauses, die Alexianer- Brüder, würden nach dieser Devise arbeiten: Nur im gemeinsamen Handeln mehrerer Kliniken können wir uns als christliche Einrichtungen behaupten.

Das Spiel kam bei den Besuchern gut an. Schönstattschwester Sylvia Werner und weiteren Klinik-Mitarbeitern fiel es nicht schwer, ihre Luftballons und Karten an die Frau und an den Mann bringen. "Man muss die Leute nur freundlich ansprechen und sie einladen, dann sind sie auch bereit, mitzumachen und sogar ihre Adresse auf die Karte zu schreiben, so Sielaff.

Auch in diesem Jahr waren im Kirchendorf des Sachsen-Anhalt- Tages vor allem sozial-karitative Einrichtungen gut vertreten. Zum festen Team gehören katholischerseits inzwischen beispielsweise die Mitarbeiter des Interkulturellen Kontaktund Begegnungszentrums (IKZ) der Caritas in Magdeburg, aber auch Netzwerk Leben, diesmal mit der Regionalgruppe Quedlinburg. Über ihre Arbeit informierten aber auch das Frauenhaus Ballenstedt und das Kolping- Bildungswerk Hettstedt. Für Unterhaltung auf der Bühne des Kirchendorfs sorgten etwa die Band des Kinder- und Jugendheimes Edith Stein in Naumburg, "Die Patienten", aber auch Talkrunden. Nach Angaben von Caritas-Pressereferentin Dorothee Bodewein waren allein von Seiten der Caritas 60 Mitabeiter beteiligt.

Das Kirchendorf war diesmal besser besucht als bei zurückliegenden Sachsen-Anhalt-Tagen. Ursache dürfte die günstigere Lage gewesen sein. Auch die katholische Gemeinde St. Michael aus Aschersleben hatte dort einen Info-Punkt aufgebaut. Schade, dass es wieder keinen Stand des Bistums gab. Vielleicht sogar in der Fußgängerzone zwischen nichtkirchlichen Ständen platziert, hätte hier über die Bemühungen im Rahmen des Pastoralen Zukunftsgespräches berichtet werden können, bewusst eine Kirche für die Menschen zu sein.

Diözesanadministrator Gerhard Feige forderte die Christen im Land auf, stärker als Vermittler zwischen den verschiedenen Interessen, Gruppen und Kräften aufzutreten. "Vielleicht besteht die besondere Herausforderung an uns Christen heute darin, gemeinsam eine ,Moderatorenrolle' zu übernehmen", sagt Feige beim ökumenischen Eröffnungsgottesdienst zum Sachsen-Anhalt- Tag am 2. Juli in der Stephaniikirche. Nach Ansicht des Weihbischofs brauchen die Menschen in Sachsen-Anhalt einen "neuen Geist", der ermutigt und Perspektiven öffnet. Der Glaube an die Gegenwart Gottes in der Welt könne helfen, Lähmungen und Gegensätze zu überwinden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 28 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 08.07.2004

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