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Bistum Görlitz

Zwei Hände voller Leben

Maria Schneider aus Görlitz gewinnt Plakatwettbewerb zur Kinderwallfahrt

Das Sieger-Plakat

Görlitz (mim) -Zwei Hände. Aus der linken wächst ein Baum, daneben ein Haus und eine Kirche. Auf der rechten Hand laufen drei Kinder, die sich an den Händen halten und im Hintergrund strahlt eine große Sonne. So sieht das Siegerplakat zur diesjährigen Kinderwallfahrt von Wittichenau nach Rosenthal (18. und 19. Juni) aus. Wie schon in den vergangenen Jahren hat die Jugendseelsorge auch in diesem Jahr vor einigen Wochen einen Wettbewerb ausgeschrieben: Kinder aus dem ganzen Bistum waren dazu aufgerufen zum Thema "Eine Hand voll Erde" ein buntes Plakat zu gestalten, mit dem dann in den Gemeinden für die Kinderwallfahrt geworben wird.

"Kinder aus aller Welt sind miteinander befreundet"

Ein Gremium der Jugendseelsorge hat sich nun für ein Bild entschieden: Gewonnen hat Maria Schneider (10) aus Görlitz. "Wir haben im Religionsunterricht von der Aktion erfahren. Ich selbst habe zum ersten Mal beim Wettbewerb mitgemacht", sagt die Grundschülerin. Vor allem in den letzten Wochen wurde es dann sehr spannend: "Immer wieder haben wir unsere Lehrerin gefragt, ob sie schon weiß, wer gewonnen hat. Bis sie dann sagte, dass mein Plakat ausgesucht wurde. Dann habe ich es schnell meiner Mutti erzählt und habe Oma und Opa angerufen", freut sich das Mädchen. "Meine Tochter scheint in letzter Zeit ein wahrer Glückspilz zu sein", sagt Beate Schneider. "Erst vor kurzem hat sie bei einem Preisausschreiben ein Buch gewonnen. Und jetzt den Plakatwettbewerb. Mal sehen, was als nächstes kommt", scherzt sie.

Doch bevor die Zehnjährige das spätere Siegerplakat zur Jugendseelsorge schicken konnte, mussten erst einmal Ideen gesammelt werden: "Den Baum habe ich gemalt, weil er das Leben darstellen soll, das aus der Erde entstehen kann", erklärt sie. "Und die drei Kinder sind nicht nur Görlitzer, sondern Kinder aus aller Welt, die miteinander befreundet sind und alle nach Rosenthal kommen wollen." Das alles auf Papier zu bringen hat der Schülerin großen Spaß gemacht, denn Malen sei eines ihrer größten Hobbys, sagt sie.

Doch nicht nur Maria Schneider hatte tolle Ideen für das Wallfahrtsplakat. Insgesamt haben in diesem Jahr 35 Kinder beim Wettbewerb mitgemacht. Viele Plakate waren so schön, dass das Gremium sich nicht entscheiden konnte. So gibt es nun neben dem Siegerplakat noch zwei zweite Plätze (an Natalie Cudak aus Görlitz und Lydia Michauk aus Wittichenau) sowie zwei dritte Plätze (an Monique Witt aus Görlitz und an die Kinder der Frohschargruppe aus Döbern).

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 23 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 03.06.2004

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