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Bistum Görlitz

Die Arche Noah ankert in Neuhausen

Kinderbibeltage locken Mädchen und Jungen mit Spiel, Spaß und Bibellesen

Da rappelt es in der Arche: Mit Tüchern, Seilen und Klammern bastelten die Mädchen und Jungen während der Kinderbibeltage ihre ganz eigene Arche Noah.

Neuhausen (mim) -Eine etwas abgewandelte Ausführung der Arche Noah ging in der vergangenen Woche in Neuhausen vor Anker. Mit Tüchern, Klammern und Seilen hatten viele fleißige Hände an dem Schiff gebastelt. Auch wenn die echte Arche Noah aus Zypressenholz und viele hundert Meter größer war, so waren die Mädchen und Jungen dennoch stolz auf ihr Werk.

Die Bibel ist kein langweiliges Buch

Die jungen Bastler waren Teilnehmer der Kinderbibeltage vom 19. bis 23. Mai im Don-Bosco- Haus in Neuhausen. Nachdem solche Tage für Kinder im vergangenen Jahr auf gute Resonanz stießen, entschied sich die Jugendseelsorge in diesem Jahr für eine Fortsetzung. Unter dem Thema "Es rappelt in der Arche" wurde wieder eine biblische Geschichte für Kinder von neun bis 14 Jahren durch ein buntes Programm aufbereitet und in verschiedenen kreativen wie auch nachdenklichen Einheiten behandelt. Ausgangspunkt der Tage ist immer der Bibeltext zum Thema, den die Kinder selbst einander vorlesen. "Wir wollen ihnen an diesen Tagen zeigen, dass man die alten Texte der Heiligen Schrift auch auf heute beziehen kann", erklärt Andrea Kaschula von der Jugendseelsorge. "So sehen die Kleinen, dass die Bibel keinesfalls langweilig ist."

Auch die Geschichte von der Sintflut und von Noah, der von Gott die Aufgabe bekam, eine Arche zu bauen, auf der je ein Paar aller Lebewesen auf Erden die Flut überleben kann (Gen 6 - 8), wurde auf die heutige Zeit übertragen. Dabei ging es vor allem um den Aspekt, dass Gott die Flut schickte, weil die Schlechtigkeit unter den Menschen auf Erden zunahm. "Worüber würde Gott sich heute wohl ärgern und was würde ihm gut gefallen", so die Aufgabe, die den Kindern gestellt wurde. Anhand von Zeitungsausschnitten und einer bunten Collage nannten die Teilnehmer einige Beispiele wie etwa Krieg, Kinderarbeit oder aber auch den Weihnachtsmann. "Viele Menschen glauben nur noch an den Weihnachtsmann, aber nicht mehr an Gott und daran, dass Jesus Weihnachten geboren wurde. Das gefällt Gott bestimmt nicht", so die Erläuterung der Gruppe.

Für Kursleiterin Andrea Kaschula war am Thema "Die Arche Noah und die Sintflut" besonders wichtig: "Wir wollen durch die Geschichte bei den Kindern keine Ängste wecken. Vielmehr sollen sie verstehen lernen, dass Gott nicht alles vernichten wollte, sondern die Sintflut ein Neuanfang für alle Lebewesen sein sollte."

Abschlussgottesdienst mit Eltern und Gemeinde

Die verschiedenen Lebewesen der Erde beschäftigten die Kinder auch im weiteren Verlauf der Bibeltage -und das nicht nur bei dem Besuch im Cottbuser Zoo. Aus Salzteig bastelten sie die verschiedensten Tiere vom Nilpferd mit einem Vogel auf dem Rücken, über Pferde bis hin zu Mäusen, Käfern und anderen Kriechtieren. Die bunt angemalten Figuren wurden dann den angereisten Eltern und Gemeindemitgliedern im Gottesdienst am Sonntag unter dem Thema "Regenbogen -Land in Sicht" stolz präsentiert.

Die Tage in Neuhausen haben den Kleinen wieder große Freude bereitet. Und schon jetzt beginnen die etwas Älteren unter ihnen zu rechnen, ob sie auch im nächsten Jahr trotz fortgeschrittenen Alters wieder an "Kinder"- Bibeltagen teilnehmen dürfen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 22 des 54. Jahrgangs (im Jahr 2004).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 27.05.2004

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