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Aus der Region

Er war ein "Helfer unserer Freude"

Nachruf für Klaus Milde

Im Bistum Dresden-Meißen und weit darüber hinaus ist er vielen Menschen bekannt, mit seinem fröhlichen Lächeln und seinen vielseitigen Begabungen, Klaus Milde, der langjährige Mitarbeiter der Abteilung Pastoral im Ordinariat des Bistums. Geboren wurde er am Fest des heiligen Nikolaus des Jahres 1927 in Schweidnitz, Schlesien. In den letzten Kriegsjahren wurde er noch zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen und kam in Kriegsgefangenschaft. Danach absolvierte er die Ausbildung zum Fürsorger in Berlin-West. Seit 1952 baute er zusammen mit Pfarrer Karl Heinz Schiller die Jugendseelsorge des Bistums Meißen auf. In dieser Zeit gelangen Erwerb und Umbau einer Gaststätte zum Jugendhaus, dem "Winfriedhaus" in Schmiedeberg. 1964 wurde er Referent für Männerseelsorge und war bis zum Eintritt in den Ruhestand in der Erwachsenenseelsorge tätig. Es gab nach 1960 kaum eine zentrale Veranstaltung im Bistum, an deren organisatorischen Vorbereitung und Durchführung er nicht maßgebend beteiligt war. So war er zum Beispiel Organisationsleiter der Bistumssynode (1966-71) und der Pastoralsynode der Jurisdiktionsbezirke in der DDR (1971-75), des ersten Katholikentreffens in Dresden 1987. Er bereitete maßgeblich den 92. Deutschen Katholikentag 1994 in Dresden mit vor. Mit seiner Fröhlichkeit entschärfte er harte Diskus- sionen und Krisensituationen. Er fand dabei auch immer noch Zeit, sich um einzelne Menschen und ihre Anliegen zu kümmern. Selbst im Ruhestand war er unermüdlich tätig. Er war Geschäftsführer des Diözesanrates und zweiter Vorsitzender des neu gegründeten Hospizdienstes e.V. Mit Leidenschaft setzte er sich für das Kabarett "Die Dekana(h)tlosen" ein, organisierte Proben und Auftritte und spielte selbst fast 30 Jahre zur Freude vieler Menschen mit. Am Fronleichnamsfest verstarb er. Der Apostel Paulus ruft in seinem 2. Brief den Christen in Korinth zu: "Wir sind Helfer zu eurer Freude" (2. Kor 1,24). Klaus Milde ist vielen Menschen ein solcher Helfer zu ihrer Freude gewesen, möge Gott ihm jetzt Anteil an seiner ewigen Freude geben.

Prälat Dieter Grande,

Dresden

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 25 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 21.06.2001

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