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Unterwegs in Assisi

Werkwoche für Zivildienstleistende

14 Zivildienstleistende waren zu Gast in Assisi Dresden / Assisi (tdh) - Franz von Assisi - ein unverbesserlicher Revoluzzer, ein Geisteskranker, ein genialer Narr? Gemeinsam mit Jugendpfarrer Veit Scapan und Jugendreferent Alexander Burghardt hatten 14 Zivildienstleistende aus dem Bistum Dresden-Meißen die Chance, vor Ort Eindrücke über das Leben des Heiligen zu sammeln und dabei auch das eigene Leben zu betrachten: Was kann uns dieser Mensch nach 800 Jahren immer noch sagen?
Dazu war das Programm hilfreich: Kirchen und Klöster in und um Assisi wurden nicht nur von der touristischen Seite begutachtet, sondern mit der außergewöhnlichen Lebensweise des Heiligen in Verbindung gebracht. Impulse an verschiedenen Orten - Soldatenfriedhof Rivotorto, Kloster San Damiano, Kirche San Francesco, Carceri - die Höhlen in den Bergen - lieferten die Begründung für Franziskus Lebenswandel: vom steinreichen ausgelassenen Partygast zum Ausgestoßenen, der sich um die Armen vor den Stadttoren kümmerte und dabei selbst verarmte und geächtet wurde.
Ein Sonntagsgottesdienst in einem verlassenen Stall mit undichtem Dach, eine Reflexion über das eigene Glaubensleben und ein Schweigemarsch durch Olivenhaine zeigten deutlich, dass es auch einmal eine Woche ohne Fernseher, Computer und Freundin funktionieren kann. Die Fahrt wurde durch ein kulturelles Highlight abgerundet: das traditionelle "Calendimaggio", zu dem ganz Assisi zu Ehren des heiligen Franz mit Trommeln, Fahnen, Tanz, Gesang und Schauspiel richtig feiert.
Die Teilnehmer der Fahrt können den nachfolgenden Zivi-Jahrgängen eine Mitfahrt im kommenden Jahren nur empfehlen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 24 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 14.06.2001

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