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Bistum Dresden-Meißen

Bereits heute 900 Geburten im Jahr

Zweiter Bauabschnitt am Dresdner Krankenhaus St.-Joseph-Stift wird eingeweiht

Dresden (jst) -Am 5. Dezember wird im Dresdner katholischen Krankenhaus St.-Joseph- Stift der zweite Bauabschnitt in Betrieb genommen. In den vergangenen 18 Monaten wurden ein neuer Bettentrakt angebaut sowie angrenzende Räume im Altbau saniert. Der mit zirka 4,2 Millionen Euro paritätisch von Freistaat und Bund finanzierte und vom Aachener Architekten Armin Plischke konzipierte Erweiterungsbau ist der Abschluss der größeren Baumaßnahmen am Krankenhaus St.-Joseph- Stift; im Frühjahr wurde bereits ein neues Funktionsgebäude des gleichen Architekten in Betrieb genommen.

Der außen in hellem Orange gehaltene und innen farblich interessant gestaltete Gebäudeteil beinhaltet drei komplett neue Pflegestationen, die Physiotherapie sowie einen umgestalteten und großzügig gehaltenen Eingangsbereich. Neben einer Rezeption, der Patientenanmeldung, Räumen für den Sozialdienst wird auch eine von Ludger Kilian attraktiv gestaltete Cafeteria für Patienten, Besucher und Mitarbeiter eröffnet.

Jährlich 900 Geburten im St.-Joseph-Stift

In der Eingangshalle wird darüber hinaus eine neue Kapelle geweiht. Die bisherige Krankenhauskapelle fiel dem technisch bedingten Abriss eines alten Seitenflügels des Krankenhauses (Marienheim) zum Opfer, der nicht mehr saniert werden konnte und bereits im Zuge der Bauarbeiten zum Funktionsgebäude entfernt wurde. Die Kapelle wurde durch den Dresdner Architekten Matthias Horst gestaltet und komplett aus Eigenmitteln der Rechtsträgerin (Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth in Reinbek) finanziert.

Die modernen und freundlich gestalteten Pflegestationen bieten den Patienten der Fachgebiete Chirurgie, Innere Medizin und Geburtshilfe optimale Bedingungen für den Krankenhausaufenthalt. Mit der Inbetriebnahme der Neugeborenenstation wird die komplette Neugestaltung der geburtshilflichen Abteilung abgeschlossen sein, so dass der Entbindungsbereich und die Neugeborenenstation mit Wickelzimmer und kinderärztlicher Betreuung funktionell, räumlich und farblich aufeinander abgestimmt sind. Bereits heute erfreut sich das St.-Joseph-Stift mit jährlich zirka 900 Geburten einer stetig zunehmenden Nachfrage.

Selbstverständlich sind die neuen Stationen mit modernsten Computer- und Kommunikationssystemen ausgestattet, so dass die bereits begonnene Vernetzung des gesamten Krankenhauses optimale Bedingungen zur Planung und Dokumentation der medizinischen Behandlung bietet, insbesondere im Hinblick mit das neue Abrechnungssystem DRG, das im St.-Joseph- Stift bereits seit Beginn 2003 im Echtbetrieb eingesetzt wird.

Tag der offenen Tür zum Nikolaustag

Am darauffolgenden Samstag, dem 6. Dezember und diesjährigem Nikolaustag ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem das gesamte Krankenhaus der Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben Führungen durch das Gebäude werden ab 10 Uhr medizinische Fachvorträge, Gesundheitstest, Diätberatung und viele Überraschungen, besonders für Kinder angeboten.

Als weitere Baumaßnahme ist der Neubau eines Ärztehauses geplant. Hierzu wurde ein Grundstück erworben, auf dem bisher ein renovierungsbedürftiger städtischer Kindergarten untergebracht war. Das von Ludger Kilian geplante Gebäude orientiert sich gestalterisch an den bereits vorhandenen Bauten und wird Anfang 2005 fertig gestellt. Neben acht Arztpraxen beherbergt das Haus einen neuen Kindergarten in städtischer Trägerschaft, eine Apotheke sowie Geschäfts- und Übernachtungsräume der neu gegründeten Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit. Die Baumaßnahme wird, wie das im Jahr 2000 fertig gestellte Clara-Wolff-Haus mit Palliativstation und Hospizdienst, nicht aus staatlichen Fördergeldern finanziert.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 48 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Montag, 01.12.2003

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