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Bistum Dresden-Meißen

Missio unterstützt Frauenarbeit

Arche Ligo von den Philippinen berichtete, wie Christen ihre Gemeinde mittragen

Zu Gast beim TAG DES HERRN: Frau Arche Ligo berichtete über Missio und die Christen in ihrer Heimat.

Leipzig (jak) -Gerade im Jahr der Bibel können die Gäste des Bischöflichen Hilfswerkes Missio den deutschen Christen Mut machen, sich aus und mit der Bibel in ihren Gemeinden und darüber hinaus zu engagieren. Dies betonte Ulrich Clausen, Weltkirchen- und Umweltbeauftragter des Bistums Dresden-Meißen. Zusammen mit Frau Arche Ligo aus Manila war er in Gemeinden des Bistums zu Gast, um im Vorfeld des Weltmissionstages für Missio und die Aufgaben des Hilfswerkes zu werben. Darunter auch in der Redaktion des TAG DES HERRN.

Unterstützt wird durch Missio unter anderem auch die Arbeit von Arche Ligo, die sich besonders in der Frauenarbeit ihres Heimatlandes engagiert -unter anderem in einem Seminarkurs "Frauen in der Bibel". Die hauptamtlich als Lehrerin arbeitende Arche Ligo engagiert sich zudem als Mitarbeiterin der Pastoral für die Ausbildung von Katechetinnen und Katecheten. Diese kommen -wie auch Frau Ligo selbst -meist in den Basisgemeinden, die selbstständig oder an Ordensgemeinschaften angeschlossen sind, zum Einsatz. Die Auslegung der Bibel in den Basisgemeinden orientiert sich am Alltag der Christen, ist einfach und hat immer einen Platz im Leben. Und diese Bibelarbeit ist notwendig, gerade bei Christen, die ihren Pfarrer oft nur zwei- oder dreimal im Jahr zu Gesicht bekommen. So obliegt den Frauen und Männern vor Ort die Weitergabe des Glaubens in besonderer Weise. Neben dem Bibelkreisen wird an den Sonntagen immer zu Wortgottesdiensten eingeladen. Diese werden von den Menschen vor Ort vorbereitet und gestaltet.

Ulrich Clausen sieht in diesem Modell auch Chancen für die Christen in Mittel- und Westeuropa. Gerade angesichts fehlender Priesterberufungen werden seiner Meinung nach künftig die Laien verstärkt gefordert sein -eine Ansicht der sich Frau Ligo anschloss. Sind ihr doch die Gemeinden hierzulande nach drei Jahren Studium in München nicht unbekannt. Es nur bei einer "Rundumversorgung der bestehenden Gemeinden" zu belassen, führe nicht zur Weitergabe des Glaubens, betonte der Weltkirchenbeauftragte. Als Aufgabenfelder für Laien benannte Clausen unter anderem die Jugendarbeit und den Unterricht für Kinder, die zur Erstkommunion gehen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 44 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 02.11.2003

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