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Aus der Region

Fünf Milliliter Blut könnten ihn retten

Unterstützen Sie "Hilfe für Moritz", die Aktion für ein leukämiekrankes Kind

Christel und Bernd Bachmann: Bitte unterstützen Sie die Aktion 'Hilfe für Moritz'

Kirchworbis (mh) -"Mal ist er quietschvergnügt, kommt angelaufen und gibt mir ein Küsschen. Das nächste Mal liegt er in seinem Bettchen und kann nicht mehr!" Christel Bachmann aus Kirchworbis im Eichsfeld erzählt von dem zweijährigen Moritz aus Sommersell (Kreis Höxter in Westfalen). Um ihn macht sie sich zurzeit große Sorgen: "Moritz hat Leukämie. Die bisherige Behandlung hat nicht zum Erfolg geführt. Er war schon so gut wie geheilt, dann aber ist die Krankheit erneut ausgebrochen. Jetzt kann nur noch eine Stammzellentransplantation sein Leben retten", sagt sie.

Doch bisher ist kein Spender gefunden. Christel Bachmann und ihr Mann Bernd haben sich deshalb an den TAG DES HERRN gewendet -mit der Bitte um Hilfe: "Wir sind Abonnenten dieser Zeitung und wir möchte alle anderen Leser bitten, dem kleinen Moritz zu helfen", sagt Bernd Bachmann. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: "Am wichtigsten ist eine Untersuchung des Knochenmarks, um mögliche Spender zu finden. Aber auch Geldspenden werden gebraucht."

Bachmanns engagieren sich für Moritz nicht nur, weil er ein so "munteres Kerlchen" ist, wie Christel Bachmann sagt. Die Eltern Bachmann können sich auch sehr gut in die Situation der Eltern von Moritz hineinversetzen, denn vor einem reichlichen Jahr hat sich auch ihr Leben von einem Tag auf den anderen verändert: Am Montag nach der letzten Schul-Prüfung ist ihr jüngster Sohn Martin zum Arzt gegangen -wegen blauer Flecke auf der Haut. Und nur wenige Stunden später lag er in Göttingen im Zentrum für Kinderheilkunde, das auf die Behandlung von Kinderkrebskrankheiten spezialisiert ist.

Auch bei Martin hieß die Diagnose Leukämie. "Zuerst will man das gar nicht glauben", sagt die Mutter. Und dann setzt die große Zeit des Wartens ein, erinnert sich Vater Bernd. Wie geht es weiter? Was kommt auf den Jungen zu? Wird die Behandlung helfen? Diese Fragen und die damit verbundenen Ängste bestimmten die nächsten Wochen im Leben der Familie Bachmann.

Der 33. Tag nach Beginn der Behandlung ist ein wichtiges Datum. Hier zeigt sich zum ersten Mal, ob die Medikamente anschlagen. Und Martin Bachmann hatte Glück. Die Behandlung zeigte Erfolge. "Das war ein großer Fortschritt und ein Grund, eine Flasche Sekt aufzumachen", erzählt der Vater. Natürlich gab es auch in der Folgezeit noch schwierige Phasen. "Besonders das Weihnachtsfest war für uns eine schlimme Zeit. Da hat die Chemotherapie Martin besonders zu schaffen gemacht." Seit März aber muss ihr Sohn nicht mehr stationär behandelt werden. Trotzdem ist er regelmäßig in Göttingen zur Untersuchung.

Und dort begegnen er und seine Eltern dann immer wieder dem kleinen Moritz, der nicht so viel Glück hat. "Für Moritz muss jetzt so schnell wie möglich ein Spender gefunden werden. Jeder Tag zählt", sagen die Bachmanns. Deshalb ihre Bitte: "Lassen Sie sich untersuchen, ob Sie als Spender in Frage kommen. Und wenn Sie nicht der richtige Spender für Moritz sind, helfen Sie vielleicht einem anderen." Denn jeder, der den harmlosen Bluttest, der dafür nötig ist, machen lässt, kommt in eine zentrale Datei, in der bei vergleichbaren Fällen nach Spendern gesucht wird. Inzwischen sind in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) über eine Millionen Daten gespeichert. Eine zweite Art der Hilfe ist notwendig -Geld. 50 Euro kostet eine solche Untersuchung. Diese Kosten werden aus Spendengelder gedeckt. Spenden werden aber auch beispielsweise für die Arbeit der "Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen" benötigt. Dieser Verein unterhält ein Haus, in dem die Eltern der Kinder, die im Zentrum für Kinderheilkunde behandelt werden, während dieser Zeit wohnen können, um so möglichst oft bei den kleinen Patienten sein zu können.

Familie Bachmann weiß, dass die Hilfsbereitschaft groß ist. "Woran es aber fehlt, ist die Aufklärung. Die Leute haben eine ganz falsche Vorstellung von der Untersuchung und deshalb Angst davor. In Wirklichkeit ist es ein kleiner Bluttest, nicht einmal so schlimm wie eine Blutspende." Aber: Die fünf Milliliter Blut könnten das Leben des kleinen Moritz retten.

Wer mehr wissen möchte, kann sich an Familie Bachmann wenden:
Eichgasse 1,
37339 Kirchworbis,
Tel. 03 60 74 / 3 10 31
Infos im Internet:
Deutsche Knochenmarkspenderdatei
www.dkms.de
Spendenkonto:
KtoNr.: 6586176,
BLZ: 472 515 50
Sparkasse Höxter
Stichwort: "Hilfe für Moritz"

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 40 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Dienstag, 07.10.2003

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