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Bistum Erfurt

Spannung, Kampf und Mannschaftsgeist

Im Erfurter Steigerwaldstadion trafen sich die Ministranten des Bistums

Kampf um jeden Ball Erfurt (rw / as) -Vergangenen Samstag im Erfurter Steigerwaldstadion. Dort, wo sonst der FC Rot Weiß um Punkte kämpft, tauschten rund 700 Mädchen und Jungen aus ganz Thüringen ihre Messdiener-Kleidung gegen Turnschuh und Trikot. Die Jugendseelsorge des Bistums Erfurt veranstaltete gemeinsam mit dem Thüringer Jugendverband "Deutsche Jugendkraft" (DJK) den zweiten Ministrantentag in Erfurt.

Neben einem großen Fußballturnier gab es für die zehn- bis achtzehnjährigen Sportler auch einen Mini-Zehnkampf, Staffelläufe, sowie Tänze und Straßentheater zum Mitmachen. Bischof Joachim Wanke überreichte den Siegern die Pokale und Preise. Das spannende Fußballturnier mit 24 Mannschaften gewannen die Ministranten aus Rustenfelde vor Struth und Kirchworbis I. Als besondere Gäste bei der Siegerehrung waren auch der Präsident des Landessportbundes Thüringen (LSB), Peter Gösel, sowie Vize-Präsident Holger Gabriel anwesend.

Sinn der Veranstaltung ist zunächst, dass sich die Minis-tranten auch außerhalb ihrer eigenen Gruppen treffen, erläutert Landessportpfarrer und Pfarrer von Küllstedt, Richard Hentrich. "Mit dem Sport betreten wir zudem ein Terrain außerhalb der Kirche, wo wir auf uns aufmerksam machen. Dadurch wird deutlich: Die Kirche will auch Partner für die Jugend sein. Und der Sport schafft Begegnung", ist Hentrich überzeugt. Im Sport gelte vieles, was auch für die Kirche wichtig sei: Fairer Umgang miteinander, Mannschaftsgeist. Der Mensch solle schließlich auch in seiner leiblichen Dimension gefördert werden. Bereits zum zweiten Mal nach 2001 fand solch ein sportlicher Tag für die Ministranten statt, die in ihren Pfarrgemeinden sonst beim sonntäglichen Gottesdienst dem Pfarrer helfend zur Seite stehen. Zwar gehören Bewegung und regelmäßige Übung ohnehin schon zu ihrem Dienst. Diesmal wollten sie aber zeigen, dass sie getreu dem Tagesmotto "So bunt ist unser Leben" noch viel mehr können als das Weihrauchfass zu schwingen.

Ein besonderer Höhepunkt war ein Fußballmatch zwischen einer "Priesterauswahl", die allerdings nicht nur aus Priestern bestand, und den Oberministranten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem frühen Rückstand kam die Priesterauswahl nach und nach besser ins Spiel und schaffte nach großem Einsatz noch den 2:2-Endstand.

Für alle, die nicht so fußballbegeistert waren, fand im Stadion ein leicht abgewandelter Zehnkampf statt. Außer den klassischen Disziplinen wie Hochsprung und 60-Meter-Lauf gehörten zu diesem Wettkampf unter anderem Schubkarrenfahren, Schuhhochwurf oder Kerzenleuchter-Halten. Eine gemischte Gruppe gewann den Wettbewerb vor Rohrberg und Suhl. Ermöglicht wurde der Ministrantentag wieder durch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen, die Unterstützung des LSB und vor allem durch das Mitwirken zahlreicher ehrenamtlicher Helfer.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 0 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 11.09.2003

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