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Bistum Dresden-Meißen

Auf dem Weg der heiligen Klara

Bautzner Klarissen hatten die Wallfahrts-Kinder in ihr Kloster eingeladen

Impressionen aus dem Klarissen-Kloster

Bautzen (jak) -"Es scheint, als müsste immer jemand ganz nahe bei Gott sein, damit er für alle anderen erfahrbar bleibt", mit diesen Worten erklärte Äbtissin Schwester Assunta den Dienst der Schwestern im Bautzner Klarissen- Kloster. Schwester Assunta begrüßte die Kinder, die zur zweiten großen Kinderwallfahrt des Bistums Dresden-Meißen am 20. August nach Bautzen kamen.

Höhepunkt des Tages war ein feierlicher Gottesdienst im Petridom. Dieser und die Prozession standen ganz im Zeichen der diesjährigen Religiösen Kinderwoche, die auf das Verbindende der christlichen Religionen hinwies. Der Nachmittag aber stand zunächst ganz im Zeichen der heiligen Klara, die am 11. August vor 750 Jahren starb. Für die Bautzner Klarissen war dieser Gedenktag ein Grund, neben allen anderen Feierlichkeiten auch die Kinder des Bistums ins Bautzner Kloster einzuladen, wie Schwester Assunta berichtet. Wie beim diesjährigen Klosterfest wurde im Rahmen der Kinderwallfahrt ein Puppenspiel zur heiligen Klara aufgeführt. Den Text dazu schrieb Schwester Assunta. Insgesamt sechs Laienspieler und zwei Klarissen machten beim Puppenspiel mit. Den Part der Vorleserin hatte Beate Waszner von der Domgemeinde Bautzen inne. Sie berichtet: "Die Kinder können durch das Spiel viel vom Leben der Heiligen erfahren und zugleich werden Verbindungen zu den heute hier lebenden Ordensfrauen hergestellt." Gespielt wurde mit Stabpuppen aus dem Bautzner Puppentheater, was -so Beate Waszner -zunächst nicht so einfach war. Doch ein "richtiger" Puppenspieler stand den Frauen und Männern zur Seite und sorgte für das Gelingen der Aufführungen.

Im Vorfeld des Puppenspiels ging Schwester Assunta noch auf einige Aspekte zur heiligen Klara und ihren Orden ein. So verwies sie unter anderem auf die Sesshaftigkeit der Klarissinnen. Zugleich zeichne den Orden aber auch die Bewegungsfähigkeit aus, die den Weg der heiligen Klara weitertrug bis heute.

Nach dem Puppenspiel kamen die Kinder, ihre Seelsorger sowie die Begleiterinnen und Begleiter auf die Klosterwiese, um gemeinsam eine eucharistische Andacht zu halten. Dabei wurde durch Bischof Joachim Reinelt Wasser gesegnet, dass durch die Priester an die Kinder zur Erinnerung an die eigene Taufe weitergegeben wurde.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 31.08.2003

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