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Aus der Region

Der Glaube macht macht alles leichter

Volksmusik-Star Oswald Sattler

Oswald Sattler: Geht mit religiösen Liedern auf Tournee.

Oswald Sattler gehört zu den Stars der Volksmusik. Zum zweiten Mal hat er jetzt eine CD mit religiösen Liedern veröffentlicht. Am 2. September startet er zusammen mit Angela Wiedl aus diesem Anlass eine Kirchenkonzert-Tournee durch viele Städte Ostdeutschlands. Der TAG DES HERRN veröffentlicht Auszüge aus einem Interview, in dem Sattler über den Glauben und sein Leben spricht.

Frage: Wie kamen Sie auf die Idee mit den religiösen Liedern, nachdem Sie ja eigentlich Volksmusikant sind?

Sattler: Religiöse Texte sprechen mich schon immer sehr an. In schweren Stunden haben sie mir schon viel Trost gegeben. Nun hatte ich das Bedürfnis, diese Texte musikalisch zu würdigen. Sie sind tiefgründig und die Menschen können daraus etwas für sich behalten. Das tun nur wenige volkstümliche Texte.

Frage: Bezeichnen Sie sich selbst als religiösen Menschen?

Sattler: Wahrscheinlich nicht mehr und nicht weniger als jeder andere.

Frage: Was bedeutet für Sie Glauben? Wie leben Sie diesen?

Sattler: Glaube ist für mich vor allem der Respekt vor der Kraft der Natur. Ich als Mensch bin Teil dieser Natur, die Gottes Schöpfung ist. Glauben heißt somit auch Respekt vor den anderen Menschen. Deshalb kann ich auch über den Glauben anderer Menschen nicht urteilen und will niemanden missionieren.

Frage: Woher kommt Ihr tiefer Glaube?

Sattler: Durch die Erziehung meiner Eltern. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar, denn als Kind lernt man am meisten. Für ein Kind sind die ersten Jahre am wichtigsten, egal was es lernen soll. Und meine Eltern haben mir den Glauben vorgelebt und mich herangeführt.

Frage: Erziehen Sie Ihre Söhne religiös?

Sattler: Ich versuche, meinen Söhnen beizubringen, dass jeder "nur" ein Mensch ist, den man respektieren muss, mit all seinen Eigenheiten. Und jeder muss eben seinen Glauben selber finden. Auch meine Söhne. Meine Frau Alma und ich können nur vorleben und Beispiel geben. Man kann sie nicht zwingen. Annehmen müssen sie das Vorgelebte selbst.

Frage: Hilft Ihnen Ihr Glaube auch in schwierigen Lebenssituationen?

Sattler: Durch den Glauben komme ich mit allem leichter durchs Leben. Ich stelle weniger Fragen, warum gewisse Dinge nun so sind und nicht anders. Ich zweifle weniger als andere Leute. Ich kann etwas akzeptieren, was ich eh nicht ändern kann. Meine Richtlinien sind die Zehn Gebote. An diese soll man sich halten, dann tut man sich leichter im Leben und ist zufriedener.

Frage: Meinen Sie, dass die Religion in Südtirol intensiver gelebt wird als etwa in Deutschland?

Sattler: Das glaube ich nicht. Diese Frage ist aber immer wieder ein Thema. Die Urlauber kommen hier her und sehen alles durch eine rosa Brille, weil sie ja im Urlaub sind. Alle sind vermeintlich freundlicher als zu Hause. Dabei ist es ein gegenseitigen Geben und Nehmen. Der Urlauber bekommt Erholung, Landschaft, Freundlichkeit und der Einheimische Geld. So einfach ist das. Wir haben hier viel zu viel Tourismus, zu viel "schnelles Geld". Oberflächlich betrachtet verwechseln viele wohl auch Tradition mit Religion. In Südtirol ist manches wahrscheinlich noch traditioneller.

Konzerttermine Beginn 20 Uhr:
Nicolaikirche Freiberg (2.9.),
Klosterkirche Grimma (3.9.),
St. Nicolai Oschersleben (5.9.),
Pauluskirche Magdeburg (26.9.)

Beginn 19.30 Uhr:
St. Marien Bernburg (4.9.),
St. Martini Stolberg (6.9.),
Altenplathower Kirche (8.9.),
St.-Georg-Kirche Mansfeld (9.9.)
St. Trinitatis Sondershausen (10.9.),
Schlosskirche Osterode (11.9.),
St. Blasii Quedlinburg (29.9.),
Dom Halberstadt (30.9.),
Nicolaikirche Bad Blankenburg (1.10.),
St. Laurentius Crimmitschau (2.10.)

Beginn 18 Uhr:
Klosterkirche Reifenstein (7.9.),
Marienkirche Mühlhausen (28.9.)

Beginn 17 Uhr:
Großen Ulrichskirche Halle (27.9.)

Tickethotline: 0 36 31/6 26 10

Die Bestell-Nummer der CD "Kyrie-Eleison -religiöse Lieder" von Oswald Sattler lautet 9808068.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 31.08.2003

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