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Bistum Magdeburg

Bibelwort im Fernsehen

Filmbeiträge Wittenberger Ministranten im Offenen Kanal zu sehen / Impuls zum PZG (Teil 7)

Haben Freude an ihren Kurzfilmen: Ministrantengruppe mit Vikar Hansch beim Offenen (TV)- Kanal Wittenberg.

Wittenberg (ep) -"Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." Dieser Satz aus der Bibel ist zum Sprichwort geworden. Wittenberger Ministranten wählten ihn aus, um dazu einen kleinen Film zu drehen. Angeregt wurden sie dazu durch den vom Kultusministerium Sachsen- Anhalts zum Jahr der Bibel ausgeschriebenen Wettbewerb, der inzwischen mit einer Abschlussveranstaltung zu Ende ging. Im Rahmen des Wettbewerbs waren alle Schüler des Landes aufgerufen, nach biblischen Wurzeln im heutigen Lebensalltag zu suchen. Die Wittenberger Ministranten nahmen diese Herausforderung an.

"Uns sind eine ganze Reihe von Sprichworten eingefallen, die was mit der Bibel zu tun haben", sagt die zehnjährige Franziska: "Die Ersten werden die Letzten sein (Mt 19,29f)", zum Beispiel, "Jemandem einen Denkzettel verpassen (Dtn 6, 8 und 11,18)" und: "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein (Ps 7,16; Spr 26,17; Sir 27,26; Koh 10,8)". "Das Letzte hat uns besonders gefallen und wir haben dafür drei Kurzgeschichten überlegt, kleine Drehbücher geschrieben und die Geschichten gespielt. Vikar Hansch hat davon einen Videofilm gedreht."

"Der ist inzwischen im Wittenberger Stadtfernsehen gelaufen", erzählt Sophie (10) nicht ohne Stolz. Und nun kommen die Ministranten ein wenig ins Schwärmen, wie gut doch im Film der Sturz von Juliane in ihren eigenen Fallstricken, die sie für Sophie gespannt hatte, gelungen ist: Weil Sophie Juliane bei der Klassenarbeit nicht abschreiben ließ, wollte ihr Juliane mit einem Fallstrick (einer Grube) einen Denkzettel verpassen...

Besonders gut gelungen in dem kleinen Film ist der Knall, mit dem Juliane in ihren eigenen Stricken dem Schein nach zu Fall kommt ...

Aber auch die anderen beiden kleinen Filme, die sich ebenfalls auf dem gedrehten Video befinden, sind gut gelungen. In einem manipuliert Charlotte die Fahrradbremse ihrer Freundin und stürzt dann selbst mit diesem Fahrrad. Im dritten Film schüttet eine Frau eine umweltschädliche Flüssigkeit in einen Bach und bekommt am Ende eine Vergiftung, weil sie einen Fisch aus dem Bach isst.

Alle drei aneinander gereihten Szenen machen die Aktualität des alten biblische Wortes "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein" gut deutlich. Noch erfreulicher, dass der kleine Film mit entsprechender An- und Abmoderation im Wittenberger Offenen Kanal (OK) gezeigt wurde. "Inzwischen sind wir beim Offenen Kanal schon bekannt", sagt Vikar Stefan Hansch. "Wir haben zum Beispiel auch in der Fastenzeit zwei Beiträge zur Verfügung gestellt. Da hatten wir jede Woche eine geistliche Gemeinschaft zu Gast, die sich der Gemeinde vorgestellt hat. Juliane (13) hat mit den Vertretern Interviews geführt ..." Und auch über die Kar- und Ostertage gab es schon Beiträge der katholischen Gemeinde im Offenen Kanal.

Die von der Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalts getragenen Offenen Kanal bieten Einzelpersonen, gesellschaftlichen Gruppen, Organisationen und Institutionen die Möglichkeit, Beiträge zu verbreiten. Dafür wird Aufnahme- und Sendetechnik zur Verfügung gestellt. In Wittenberg und Umgebung werden derzeit 40 000 Haushalte über Kabel erreicht. Gesendet wird von Montag bis Freitag, jeweils von 18 bis 21 Uhr. In der Regel sind die Beiträge maximal sechs Minuten lang.

Offene Fernsehkanäle in Sachsen-Anhalt:
Wettin, Wittenberg, Dessau, Magdeburg, Merseburg, Salzwedel, Stendal und Wernigerode.
Nichtkommerzielle Lokalradios:
Halle, Aschersleben und Naumburg.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 31 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 03.08.2003

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