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Bistum Dresden-Meißen

Einen guten Schulabschluss erreicht

Zeugnisübergabe an ersten Abschlussjahrgang / Wünsche für den weiteren Lebensweg

Geschafft und ab in die Ferien: Steine sind von außen oft einfarbig, innen aber voller Schönheit -so sollen auch die Steine, die den Absolventen der Mittelschule zum Abschluss überreicht wurden, ein Zeichen dafür sein, immer auch das Innere von sich selbst und den Mitmenschen zu sehen.

Leipzig (jak) -Der erste Abschlussjahrgang -21 Schüler und Schülerinnen -der Mittelschule des Bischöflichen Maria- Montessori-Schulzentrums in Leipzig-Grünau erhielt am 9. Juli seine Zeugnisse. Zuvor wurde in einem Wortgottesdienst Gott Danke gesagt und in einer Feierstunde Rückblick auf das bisher Erreichte gehalten. Schulleiterin Regina Nothelle wies dabei darauf hin, dass die Leipziger Schule oft ungewöhnliche Wege gehe. Zum einen die Pädagogik nach Maria Montessori, dann die angebotenen zwei Lebenswendefeiern -2001 und 2003, oder die Möglichkeit, dass die Schüler ihre Schule selbst mitgestalten können. Für die Zukunft wünschte die Schulleiterin allen viel Glück. Dabei gab sie ihnen unter anderem das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse mit auf den Weg. Regina Nothelle betonte deshalb, dass jedem Abschied ein neuer Anfang folge. Ein Anfang im Berufsleben und ein Anfang in der Tradition der Ehemaligen, die der erste Abschlussjahrgang nun begründet. Sie gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Abgänger weiter mit ihrer alten Schule in Verbindung bleiben.

Bischof Joachim Reinelt, der an der Feier teilnahm, wünschte den Mädchen und Jungen ein "farbiges, gestaltetes Leben, das aufbaut auf all das, was ihr euch bis zum heutigen Tag an dieser Schule erarbeitet habt." Der Bischof dankte auch den Eltern, "dass sie das Vertrauen hatten, ihre Kinder in diese Schule zu geben." Dank kam auch von den Vertretern der Eltern, die es nicht verschwiegen, dass ihre Kinder oft nicht einfach sind. Dass sie heute einen guten Abschluss haben, so die Elternvetreter, ist dem Montessori-Schulzentrum und den dort tätigen Lehrern zu danken. An die turbulente Anfangszeit erinnerte der Ehrenvorsitzende des Schulvereins, Peter Rieger aus Leipzig. Er gehörte zu denjenigen, die vor Gründung der Schule im Jahr 1997 die Eltern von der Richtigkeit der Montessori-Pädagogik überzeugte. Peter Rieger war sich zudem immer von der Richtigkeit einer solchen Schulgründung in Leipzig sicher, ungeachtet aller Schwierigkeiten. Weiter erinnerte er an die Überzeugung Maria Montessoris, dass es nur dann gelingen kann, Menschen zu verändern, wenn ihr Geist sich ändern kann. Möglichkeiten und Hilfen dazu bietet das Montessori- Schulzentrum in Leipzig weiter an.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 29 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Dienstag, 22.07.2003

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