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Bistum Magdeburg

Bischof ist optimistisch

Projekt "Netzwerk Leben"

Magdeburg (kna) - Der Magdeburger Bischof Leo Nowak hat sich optimistisch über die Zukunft der Schwangerschaftsberatungsstellen in seinem Bistum geäußert. Zwar sei er sich der Ambivalenz seiner Entscheidung bewusst, der Weisung des Papstes zu folgen und keine Beratungsscheine mehr auszustellen, und dadurch möglicherweise einen Rückgang der Rat Suchenden in Kauf zu nehmen, erklärte der Bischof in einem Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur. Er hoffe aber, dass die Hilfsmaßnahmen des "Netzwerkes Leben" verdeutlichten, dass "wir Frauen nicht im Regen stehen lassen".

Nowak zeigte sich erfreut über die bisherige Ressonanz auf die Initiative. Auf Anhieb hätten sich rund 100 Interessierte - "die nicht nur aus der Kirche kommen" - gemeldet, die sich etwa als Babysitter oder als Begleiter bei Behördengängen ehrenamtlich im Netzwerk engagieren wollen. Zu den Initiativen des Bistums gehörten auch Überlegungen, Frauen eine anonyme Geburt zu ermöglichen und eine so genannte Babyklappe einzurichten, wo sie ihr Neugeborenes abgeben könnten. Außerdem werde die Möglichkeit geprüft, ein Heim für minderjährige Mütter und ihre Kinder einzurichten und ihnen - auch allein erziehenden Vätern - berufliche Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten, sagte der Bischof.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 4 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 28.01.2001

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