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Bistum Erfurt

Kolpingstraße für Erfurt

Ein Vorschlag von 1946 wird jetzt verwirklicht

Gründer des Verbandes: Gesellenvater Adolph Kolping (1813 bis 1865)

Erfurt (mm) -57 Jahre verspätet erhält Erfurt Ende April eine Kolpingstraße. Mit der Namensgebung will das Land sowohl das Andenken des christlichen Sozialreformer Adolph Kolping ehren als auch das 150-jährige Wirken der Erfurter Kolpingsfamilie würdigen.

Die Ehrung ist aber auch ein Stück Wiedergutmachung, hatten die Stadtväter 1946 doch den von den Nazis verfolgten Kolpingmitgliedern bereits eine Kolpingstraße versprochen. Dies war im Nachkriegsstadtplan auch vorgesehen, wurde dann aber angeblich "schlicht vergessen". Oberbürgermeister Manfred Ruge (CDU) betonte im Vorfeld, dass die Landeshauptstadt ebenso die Arbeit des an der neuen Straße gelegenen des Kolping- Bildungswerkes würdigt, dass sich in Erfurt sowie an sechs weiteren Standorten des Freistaates erfolgreich um Arbeitslose, Umschüler, Suchtgefährdete und sozial benachteiligte Jugendliche kümmert.

Die Namensgebung im Erfurter Norden am 30. April ist zugleich Auftakt für die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der überpfarrlichen Kolpingsfamilie der Bischofsstadt. Zum Jubiläumsprogramm gehören eine Festakadmie im Coelicum der Theologischen Fakultät. Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) wird die Festrede halten. Zudem feiert Bischof Joachim Wanke ein Pontifikalamt im Dom -der Jubiläumsabend selbst ist im Erfurter Kaisersaal. In diesem Saal hatten die Mitglieder des Erfurter Gesellenvereins für die wandernden Gesellen Theater gespielt oder Chorkonzerte gegeben, um die Beherbungskosten für die Männer auf der Walz zu decken.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 17 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 26.04.2003

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