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Aus der Region

"Tätige Liebe heilt alle Wunden.."

Kolpingwerk zieht Bilanz seiner Hilfe für die Flutopfer / Rund 400 000 Euro Spenden

Koordinierte die Kolping-Fluthilfe: Regionalsekretär Norbert Grellmann.

Leipzig (as) -Die Bilder der Jahrhundertflut im Sommer 2002 sind noch nicht aus den Köpfen gewichen. Tausende waren betroffen, Geschäftsleute, Betriebe, private Haushalte. Die Menschen spürten aber nicht nur die Not, sondern auch die Solidarität, die von Nachbarn, Freunden und sogar Fremden kam. Die Nation rückte zusammen.

Solidarität -das war auch das Stichwort eines Spendenaufrufs des Kolpingwerkes Anfang September letzten Jahres. Jetzt hat der Verband über die Verteilung der Gelder und Sachspenden Bilanz gezogen. "Die Hilfe für die Flutopfer verlief in insgesamt drei Blöcken", erläutert Norbert Grellmann, Regionalsekretär des Kolpingwerkes für die Region Ost, der die Spenden koordinierte. "Zunächst gab es einen Aufruf des Kolpingwerkes Deutschland. Hier gingen Spenden aus ganz Deutschland auf ein zentrales Konto in Köln ein." Bei dieser Aktion seien rund 194 000 Euro zusammengekommen, wobei 90 000 Euro von Kolpingsfamilien und Diözesanverbänden, 97 000 Euro von Privatpersonen und der Rest von Firmen stammten. "Neben dem zentralen Spendenkonto gab es weitere Kolping-Konten in den Diözesanverbänden Paderborn, Fulda, Magdeburg, Erfurt und Berlin", sagt Grellmann. Hier beliefe sich das Spendenvolumen auf rund 102 200 Euro. Die dritte Schiene der Kolping-Fluthilfe umfasste nach Angaben des Regionalsekretär etwa 157 Hilfsangebote von Kolpingsfamilien, Jugendgruppen, Einzelpersonen oder Einrichtungen, die einen direkten Kontakt zu Betroffenen wünschten. "Diese Aktion erbrachten nach meinem jetzigen Kenntnisstand rund 207 700 Euro", so Grellmann. Die Hilfe umfasste dabei aber nicht nur Geldspenden: Sachspenden waren ebenso dabei wie Angebote für einen kostenlosen Urlaub.

Geholfen werden konnte vor allem Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen in den Bistümern Dresden-Meißen und Magdeburg, aber auch vielen Privatpersonen. "Hinter den Spenden stecken eine Menge Aktionen der Kolpingsfamilien wie Basare, Kleidersammlungen und andere Projekte", bestätigt Grellmann. "Für uns als Verband war es wichtig dort zu helfen, wo es nötig ist". Und dass diese Hilfen auch angekommen sind, beweisen die vielen Dankschreiben. "Die praktische Nächstenliebe gehört nach unserem Leitbild zu den Grundpfeilern unseres Verbandes", betont Grellmann weiter. Gemäß eines Wortes Adolph Kolpings, "Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz", habe man versucht, den Betroffenen beizustehen. Alle Gelder der Spendenaktion seien aber noch nicht verteilt, da man immer noch mit Anträgen auf Hilfe rechnet.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 17 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 26.04.2003

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