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Bistum Erfurt

Missionar auf Zeit werden

Freiwilligenzentrum Saalfeld wirbt für den Dienst im Ausland

Sendung von Missionaren auf Zeit: Eine gründliche Vorbereitung auf den Dienst ist nötig.

Saalfeld (as) -Die weite Welt sehen, fremde Menschen und Kulturen kennen lernen, den Hauch von Abenteuer spüren. Wer hat nicht irgendwann einmal davon geträumt?

Ganz so romantisch ist der Dienst des "Missionars auf Zeit" vielleicht nicht, aber er will ärmeren Ländern nicht nur bei der Überwindung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Probleme helfen, sondern auch zum Verständnis der Kulturen beitragen. Junge Leute gehen für ein Jahr oder etwas länger ins Ausland, werden in Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder anderen Bildungsstätten eingesetzt und kommen somit mit dem "Fremden" in Berührung.

Im Bistum Erfurt werden die Projekte durch das Freiwilligenzentrum der Caritas in Saalfeld koordiniert. "Unser Grundanliegen ist es, dem Jugendlichen eine zentrale Stelle anzubieten, wo er Informationen über Länder, Aufnahmebedingungen oder Entsendeorganisationen erhalten kann", erläutert Dieter Tippelt vom Freiwilligenzentrum Saalfeld. Durch zahlreiche Kontakte sei es möglich, die Bewerber zu beraten und so auch etwas über ihre Motivation zu erfahren. Tippelt: "Unrealistische Vorstellungen über Dienst und Zeitpunkt des Einsatzes werden korrigiert." Ein weiterer Schwerpunkt des Freiwilligenzentrums liege darin, schon vor der Reise ein eventuell gefordertes Sozialpraktikum anzubieten oder zu vermitteln, sagt Tippelt. "So kann der Anwärter sich schon im Vorfeld einen Einblick in die Anforderungen verschaffen".

Und die sind nicht ohne -die Entsendeorganisationen, meist Missionsorden wie Steyler Missionare, Pallotiner oder Salesianer, prüfen ihre Kandidaten genau. Tippelt warnt deshalb vor einer schwärmerischen Sozialromantik. "Der Einsatz ist oft anstrengender als man glaubt." Dennoch sollten sich Interessenten nicht abschrecken lassen. Festgestellt hat Tippelt allerdings, dass die Möglichkeiten des Dienstes im Bistum kaum bekannt sind. Deshalb biete das Freiwilligenzentrum Saalfeld vom 21. Mai bis 23. Mai im Jugendbildungshaus St. Sebastian ein Info-Wochenende an, zu dem jeder eingeladen ist, der sich für einen solchen Dienst interessiert. Orden und Entsendeorganisationen informieren über ihre Geschichte und ihr Selbstverständnis sowie über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.

Die Geschichte der Missionare auf Zeit ist noch jung. 1980 fand in Berlin ein Katholikentag statt, auf dem junge Menschen sich mit der Bitte an Missionsorden gewendet haben, eine gewisse Zeit mit der Ordensgemeinschaft in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Das war der Anfang des Projektest. Orden bieten Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten in einem anderen Land und einer anderen Kultur an. Kirche kann so in einer anderen Umgebung erfahren werden. Seitdem haben mehrere hundert junge Leute an den Diensten vor allem in der Ländern der dritten Welt teilgenommen.

Nähere Informationen und Anmeldung für die Info-Veranstaltung vom 21. bis 22. Mai im Jugendhaus St. Sebastian Erfurt:

Caritas-Freiwilligenzentrum Saalfeld,
Darrtorstraße 11,
07318 Saalfeld,
Tel. (0 36 71) 35 82 20, Dieter Tippelt.
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 16 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 17.04.2003

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