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Bistum Erfurt

Anliegen der Kirche nach außen tragen

Alois Wolf ist neuer Vorsitzender des Katholikenrates im Bistum Erfurt

Für Engagement der Christen in der Gesellschaft: Der neue Vorsitzende des Katholikenrates Alois Wolf

Erfurt (as) -Alois Wolf hat für ein weiteres Ehrenamt eigentlich keine Zeit. Mitarbeit in der Gemeinde, Vorsitzender der Ökumenischen Telefonseelsorge, Vorbereitung auf den Ökumenischen Kirchentag in Berlin -und dazu kommt neben der Familie noch der Beruf als Caritas-Abteilungsleiter für allgemeine soziale Beratung und stellvertretender Caritasdirektor im Bistum Erfurt, der ihn natürlich voll und ganz in Anspruch nimmt.

Trotzdem hat der gelernte Diplom-Sozialarbeiter am 23. März bei der Versammlung des Diözesanrates den Vorsitz des höchsten Laiengremiums im Bistum übernommen. Vor allem deswegen, um die Anliegen der Kirche wirksam nach außen zu tragen, wie er sagt. Wolf ist schon seit 1994 im Katholikenrat und löst jetzt den langjährigen Vorsitzenden Helmut Groß ab, der seit der Gründung dem Laiengremium vorstand.

Würdigung des früheren Vorsitzenden Helmut Groß

Im Namen des Katholikenrates bedankt Wolf sich ausdrücklich für die Arbeit seines Vorgängers. Unter seiner Leitung sei es dem Diözesanrat gelungen, sein eigenes Profil zu finden, heißt es in einer Würdigung. Für sein "engagiertes, segensreiches Wirken an der Spitze des Katholikenrates" dankte auch Bischof Joachim Wanke dem scheidenden Vorsitzenden. Und der neue sagt: "Ich bin froh, dass uns Helmut Groß auch weiterhin mit seinen Erfahrungen zur Verfügung steht". Er werde das Bistum zum Beispiel weiterhin im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) vertreten."

An seiner Arbeit werde sich nicht viel ändern, meint Alois Wolf. Die nächste größere Veranstaltung auch für die Laien im Bistum wird der Pastoralkongress im Oktober sein. Dafür werden jetzt die Vorbereitungen getroffen, sagt der Ehemann und Vater von drei erwachsenen Söhnen. Ein wichtiges Anliegen des Diözesanrates sei aber auch der Ökumenische Kirchentag Ende Mai in Berlin. "Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Katholiken aus dem Bistum Erfurt an diesem Kirchentag teilnehmen", sagt Wolf. Das Treffen sei "eine große Chance" viele Dinge gemeinsam zu tun. "Den Ökumenische Kirchentag sehe ich als eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen, aufeinander zuzugehen anstatt nur zu gucken, wo wir uns streiten können", sagt Wolf.

Auch mit dem neuen Vorsitzenden will sich der Katholikenrat weiterhin an der gesellschaftlichen Entwicklung aktiv beteiligen und sich zu den wichtigsten Fragen in der öffentlichen Diskussion zu Wort melden. Dabei spielen nicht nur kirchliche Themen eine Rolle, sondern vor allem Fragen, "die uns Laien existentiell" betreffen, wie Wolf sagt. Dazu gehörten vor allem Fragen der Familien- und Sozialpolitik, aber auch bildungspolitische Themen.

Ein wenig bedauert Alois Wolf, dass das höchste Laiengremium noch zu wenig in den Gemeinden wahrgenommen wird. Hier wünscht er sich noch noch mehr Engagement und Verbesserungen. Gemeinden sollten sich an den Katholikenrat wenden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 16 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 17.04.2003

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