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Bistum Erfurt

Freunde vom Evangelium begeistern

Jugendverbände im BDKJ trafen sich in Erfurt

Konferenzen gehören dazu: Vertreter der Dekanatsjugend Arnstadt beraten sich.

Erfurt -Zum jährlichen Jugendforum des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Erfurt trafen sich vom 4. bis 6. April über 30 Jugendliche im Erfurter Jugendhaus St. Sebastian. Sie kamen, um als Vertreter ihres Jugendverbandes wie der Malteser Jugend, der Kolpingjugend oder der Deutschen Pfadfinderschaft "St. Georg" (DPSG) oder als Dekanatsjugendsprecher Erfahrungen auszutauschen und über gemeinsame Vorhaben zu beraten und zu beschließen.

Solche Treffen wie das Jugendforum sind besonders wichtig für die jungen Christen, die sich in ihrem Verband oder Dekanat engagieren. Dort lernt man Gleichaltrige kennen, die an anderer Stelle ähnliche Aufgaben zu bewältigen haben und sich teilweise mit den gleichen Problemen auseinandersetzen müssen. Viele sind in ihrer Pfarrjugend- oder Verbandsgruppe "Einzelkämpfer".

Den Weltjugendtag schon im Blick

Um sich gegenseitig zu informieren und Mut für die Arbeit vor Ort zuzusprechen, stellten die Teilnehmer deshalb am Samstagnachmittag Höhepunkte aus ihrer Arbeit des vergangenen Jahres vor. Mit dabei war auch Bischof Joachim Wanke, der sich erfreut zeigte, die Breite und Vielfalt der Jugendarbeit im Bistum Erfurt erneut auf diese Weise zu erfahren. Er würdigte die Tätigkeit der Verbände und Dekanatsgruppen, lenkte den Blick aber auch schon mal auf den Weltjugendtag 2005 in Köln. "Jeder sollte einmal in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis schauen, ob er nicht einen Ungetauften findet, den er etwas von der Faszination der frohen Botschaft begeistern kann, um ihn dann zu den Veranstaltungen des Weltjugendtages einfach mitzunehmen", so der Bischof. Zu einem Jugendforum gehört auch ein Konferenzteil, wo Anträge eingebracht werden, Diskussionen stattfinden und Beschlüsse gefasst werden.

Dabei ging es unter anderem um verbandsinterne Dinge, wie die Vorbereitung der Feier zum zehnjährigen Bestehen des BDKJ-Diözesanverbandes im Oktober oder die zukünftige Stimmverteilung bei der Versammlung. Außerdem wurden jugendpolitische Themen beraten. Sehr viele Diskussionsbeiträge gab es zu einem Vorstandsantrag zur Drogenproblematik. Mit sehr großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten des Jugendforums für eine noch bessere Aufklärung und Prävention aus, lehnten aber jede Liberalisierung von bisher illegalen Drogen als falschen Weg ab, um bestehende Probleme zu lösen.

Vielmehr sei der Kampf gegen den Missbrauch legaler Drogen wie Alkohol oder Nikotin zu verstärken und die Gesetze zum Kinder- und Jugendschutz konsequenter umzusetzen. Außerdem müsse suchtkranken Menschen tatkräftige Hilfe angeboten werden. Weiterhin entschieden die Delegierten, dass der BDKJ-Diözesanverband die Anstrengungen auf dem Gebiet der internationalen Jugendarbeit intensivieren soll.

Jörgen Mähr aus Erfurt wurde neu in den BDKJ-Diözesanvorstand gewählt. Er ist bereits seit längerem ehrenamtlich in der Jugendarbeit aktiv. So leitet er bei der Malteser Jugend eine Gruppe in Witterda und gehörte schon zum Diözesanjugendführungskreis des Verbandes.

Selbst Paulus hatte Stürme zu überstehen

Höhepunkt und Abschluss des Jugendforums war die Eucharistiefeier am Sonntag. Nun schon zum dritten Mal nacheinander gab es dabei musikalische Begleitung von der Jugendband "RST" aus Uder, die unter dem früheren Namen "simplic" bekannter ist.

Das Symbol des Schiffes, welches immer wieder am Wochenende auftauchte, stand auch im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes. BDKJ-Diözesanpräses Carsten Kämpf verwies in seiner Predigt auf den Apostel Paulus, der auf seinen Schiffsfahrten einige Stürme zu überstehen hatte, sich aber auch bei Flauten, nicht den Wind aus den Segeln nehmen ließ.

Robert Weidler

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 15 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Samstag, 12.04.2003

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