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Bistum Magdeburg

Finanziell mittelfristig gesichert

Katholische Schulen Sachsen-Anhalts seit Januar in Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstiftung

Edith-Stein-Schulstiftung soll Zukunft katholischer Schulen sichern: Bischof Nowak, Schüler und Lehrer bei der Einweihung der Magdeburger St.-Mechthild-Grundschule.

Magdeburg (pbm) -Die Schulen des Bistums Magdeburg trägt ab sofort die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg. Das teilte die Pressestelle des Diözese in dieser Woche mit. Die Stiftung sei zum 1. Januar errichtet und durch Veröffentlichung im Amtsblatt des Bistums jetzt in Kraft gesetzt worden. Die Edith-Stein-Schulstiftung ist eine rechtsfähige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts, so die Mitteilung. Sie erfüllt ihre Aufgabe satzungsgemäß durch "Errichtung, Übernahme und Betrieb eigener schulischer, schulähnlicher und anderer -insbesondere erzieherischer -Einrichtungen, die das katholische Schulwesen prägen und ergänzen".

Schulfinanzierung vom Bistumsetat unabhängig

Nach Aussage von Stiftungsdirektor Dietmar Gotzhein, möchte das Bistum mit diesem Schritt unter anderem die Finanzierung der Schulen mittelfristig vom Haushalt des Bistums unabhängig machen, der den Schwankungen des Kirchensteueraufkommens unterliegt und den variierenden Ausgleichszahlungen des Verbandes der deutschen Diözesen. Die Stiftung bringe angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen und des Sparzwangs auch in der katholischen Kirche Planungssicherheit.

Durch die Schulstiftung eröffne sich die Möglichkeit der Zustiftung durch Privatpersonen und Unternehmen und damit das Einzahlen in den Stiftungsstock, sagte Gotzhein. Dieser sei zunächst mit zwei Millionen Euro angelegt. Zudem sei es möglich, für den laufenden Schulbetrieb zu spenden. Darüber hinaus wolle die Edith- Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg aber auch gezielt an den Bürgersinn der Menschen in Sachsen-Anhalt appellieren und aufzeigen, welch hohes Gut Bildung und Erziehung für das Land seien. "Bildung ist die Ressource überhaupt in Sachsen-Anhalt", meint der Stiftungsdirektor. "Darum muss es uns gelingen, möglichst vielen Menschen vor Augen zu führen, dass sie sich an dieser Stelle engagieren sollten." Davon, dass das Geld in den Schulen der Stiftung sehr gut angelegt sei, könne sich schließlich jeder selbst überzeugen. Allein die jährlichen Anmeldezahlen in den Schulen in Magdeburg, Halle und Dessa sprächen da eine deutliche Sprache.

Geld ist in Schulbildung gut angelegt

Die Organe der Stiftung sind laut Satzung neben dem die Geschäfte führenden Stiftungsdirektor der Stiftungsrat und ein Kuratorium. Dem Stiftungsrat gehören stimmberechtigt an: der Generalvikar des Bistums, der Leiter der Hauptabteilung Schule, Hochschule, Erziehung, der Leiter der Vermögensverwaltung und der Leiter der Abteilung Nichtpastorales Personal. Die Mitglieder des Kuratoriums beruft der Bischof.

Die Ausgaben der Stiftung für den Betrieb ihrer Schulen belaufen sich in diesem Jahr auf rund 13 Millionen Euro. Davon entfallen zehn Millionen Euro auf die Personalkosten und etwa drei Millionen Euro auf Sachkosten sowie Zins -und Tilgungszahlungen für Schulbauten. Bistum und Stiftung erbringen für die Finanzierung der Bildungseinrichtungen einen Eigenanteil von knapp vier Millionen Euro. Mit den zum Haushaltsausgleich noch verbleibenden Mitteln unterstützt das Land Sachsen-Anhalt den Betrieb und die Unterhaltung der Schulen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 7 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 16.02.2003

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