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Kultur als Einheitsfaktor

Pädagogischer Leiter der Erfurter Bildungsstätte St. Ursula konzipiert prämierte Bildungsreise

Fand die besondere Anerkennung der Jury: Die Unterbringung der Gäste auf dem Gelände des Ursulinenklosters ermöglicht den Kontakt zu den dort lebenden Schwestern.

Erfurt / Stuttgart (bip) -Wenn einer einen Preis gewinnt, dann freuen sich oft zwei. In diesem Fall sind es das katholische Bildungshaus St. Ursula in Erfurt und das Bonner Reiseunternehmen SKR. Beide verbindet die Kulturreise "Erfurt und Weimar. Auf den Spuren von Dichtern, Denkern und Reformatoren". SKR -das Kürzel steht für Studien- Kontakt-Reisen -hat die Reise im Programm und erhielt dafür am 18. Januar auf der Stuttgarter Caravan-Motor-Touristik- Messe (CMT) den Touristik- Preis.

Das Programm der Reise konzipiert und organisiert hat aber Siegfried Springsguth, Theologe und pädagogischer Leiter der Heimvolkshochschule St. Ursula. Der wurde zwar nicht ausgezeichnet, freut sich aber dennoch über die Preisverleihung in Stuttgart. Denn die Wochenzeitung "Sonntag Aktuell" stellt die von Springsguth ausgearbeitete Reise in einer umfangreichen Farbreportage in ihrem Reiseteil vor. Bei rund 2,3 Millionen Lesern ein enormer Werbeeffekt für eine Fahrt nach Thüringen, die sich als "eine etwas andere Kulturreise" und "Beitrag zur deutschdeutschen Verständigung" versteht.

"Sehenswürdigkeiten werden nicht touristisch abgeklappert, sondern erlebt", sagt Siegfried Springsguth auf die Frage, was das Programm von "Erfurt und Weimar" ausmacht. So würde beispielsweise beim Besuch des Schlosses Belvedere ein zeitgenössisches Flötenkonzert die Leichtigkeit des Rokoko-Baustils unterstreichen.

Städtebesichtigungen leiteten ortsansässige Männer und Frauen, die in der Stadtgeschichte selber verwurzelt sind. "Wenn die aus ihrem Leben erzählen, wird Geschichte lebendig", so Springsguth. Für ihn ist mit Blick auf die Zukunft der Brückenschlag zwischen gestern und heute im Reiseprogramm entscheidend. "Was sich in der Kultur- und Geistesgeschichte Thüringens ereignet hat, war oft von gesamtdeutscher, ja europäischer Bedeutung", erläutert er. Springsguth denkt dabei an Ereignisse aus der Reformation oder an das Wirken von Meister Eckhart, Luther und Bach. Auf der Reise lasse sich entdecken, was Ost und West gemeinsam geprägt hat und beide miteinander verbindet. "Kultur als Einheitsfaktor", resumiert Springsguth.

Der Jury des Touristik-Preises gefiel besonders die Unterkunft der Reiseteilnehmer im Bildungshaus St. Ursula, das sich auf dem Gelände des Erfurter Ursulinenklosters befindet. Springsguth sieht in diesem Ort mehr als eine ruhige Oase im Trubel der Altstadt. Das Ursulinenkloster besteht seit Jahrhunderten. An seiner Geschichte lasse sich die Entwicklung des Christentums in Thüringen nachvollziehen, so Springsguth. Ihn freut, dass die Teilnehmer von "Erfurt und Weimar" das Angebot nutzen, mit den Schwestern des Ursulinenklosters ins Gespräch zu kommen.

Das Gesamtprogramm von "Erfurt und Weimar" überzeugte nicht nur die Jury des Touristik- Preises, den jährlich nur fünf gleichrangige Preisträger auf der CMT erhalten. Seit 2001 hat SKR die Reise im Programm -allein sieben Mal in diesem Jahr -und sie war bisher immer ausgebucht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 4 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 23.01.2003

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