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Bistum Magdeburg

Begegnung, Orientierung, Bildung

Angebot "Offene Kirche St. Moritz" will Suchende und Fragende erreichen

Hans-Joachim Marchio: Engagiert für eine offene, einladende Kirche.

Halle (ep) -Mit den Stichworten "Begegnung, Orientierung, Bildung" umreißt die Katholische Akademie des Bistums ihr neues Projekt in Halle. "Offene Kirche St. Moritz" steht über den unterschiedlichen Angeboten -ein Motto, das für die Zukunft zugleich Programm sein will. Ansprechpartnerin zur Koordination des Programms ist Akademie- Mitarbeiterin Dorothea Tesching.

"In einer für den Einzelnen kaum durchschaubaren Erlebnisgesellschaft will die ,offene Kirche' im Gespräch mit allen Suchenden und Fragenden, ob religiös oder nicht religiös, Orientierung in Lebens- und Glaubensfragen anbieten", sagt Initiator Akademiedirektor Hans- Joachim Marchio. "Jedem Menschen kommt eine eigene Würde zu, unabhängig davon, was er zu leisten im Stande ist. Und: Zum Menschen gehören Geist, Herz und Hand. Insofern wollen unsere Angebote den ganzen Menschen ansprechen und Räume der Begegnung eröffnen." Darüber hinaus sei es in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft unumgänglich, lebenslang zu lernen. Um das Leben zu meistern, reiche Fachwissen allein nicht aus. "Unterschiedliche Bildungsveranstaltungen helfen, Lebens- und Orientierungswissen zu vermitteln und so das Leben zu bereichern", so der bischöfliche Beauftragte für Erwachsenenbildung.

Das Angebot "Offene Kirche" ist vielseitig: Es reicht von Ausstellungen in der St.-Moritz-Kirche über monatliche Bildungsund Begegnungsveranstaltungen für Menschen in der Mitte des Lebens (das nächste Mal am 3. Februar zur religiösen Sinnfrage in der modernen Welt) bis zum Angebot seelsorglicher Gespräche unter dem Motto "Offenes Ohr". Mögliche Gesprächspartner: Franziskaner Wolfgang Schönberg, Pfarr- und Schulseelsorger Christoph Kunz, Comboni- Missionar Georg Klose von der Glaubensinformation.

"Offene Kirche St. Moritz" -das bedeutet zunächst ganz wörtlich, dass die alte gotische Kirche täglich außer montags offen ist und auch Führungen angeboten werden. Infos gibt es bei Andreas Haas, Tel. (03 45) 2 90 00 88 oder Joachim Zenker, Tel. (03 45) 6 82 63 05. Hinzu kommen regelmäßige Ausstellungen in der Kirche, wie sie bereits seit einiger Zeit Praxis sind. Im April zum Beispiel ist die Ausstellung "Kleine Engel" mit Fotos von Steinengeln geplant. Im Mai soll es unter dem Thema "Bis an die Grenzen der Erde" um die Ausbreitung des Christentums gehen.

Gut angenommen wurde bereits das Angebot einer ökumenischen "meditativen Feier" mit anschließender Begegnung am Fest Heilige Drei Könige. Rund 150 Interessierte kamen.

Angebote für Körper, Geist und Seele

"Atemholen der Seele -Spirituelle Grunderfahrung" sind drei Veranstaltungen zur Einführung in die Meditation überschrieben, die am 23. und 30. Januar und am 6. Februar, jeweils 19.30 bis 21 Uhr, in den Räumen des Forum Hallense, An der Moritzkirche 6 in Halle-Mitte stattfinden. "Die drei Abende wollen einen Prozess des persönlichen und gemeinsamen Suchens ermöglichen", so Marchio. "Die Teilnehmer sollen die Bereitschaft mitbringen, sich auf die Suche nach dem Geheimnis ihres Lebens zu begeben." Elemente der Abende sind: Impulse zum Verständnis, Übungen der Meditation (zweimal 15 bis 20 Minuten) und gemeinsamer Austausch über die Erfahrungen. Am Beginn und am Ende wird ein Einzelgespräch möglich sein. Die Leitung hat der Leipziger Jesuit Alois Berger. (Anmeldung möglichst bis 20. Januar!)

"Sinn entdecken im Unsinn des Lebens" heißt es zum Beispiel bei einer dreiteiligen Einführung (31. März, 7. und 14. April, jeweils 19.30 Uhr) in die Logotherapie Viktor E. Frankl's. Referent wird der Logotherapeut Christoph Kunz, Halle, sein (Anmeldung bis 25. März). Um "wertorientierte Persönlichkeitsbildung" geht es bei drei Abenden (5. / 12. und 19. Mai; 19.30 bis 21 Uhr ) mit Krankenhausseelsorger Franziskanerpater Wolfgang Schönberg, Logotherapeut und Mentor für Persönlichkeitsbildung (Anmeldung bis 1. Mai).

Infos / Anmeldung:
Tel. (03 45) 2 90 00 88;
Fax: (03 45) 2 90 00 89;

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 3 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 17.01.2003

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